Freitag, 29. Juli 2016

Sonys neue Android-Fernseher Lange laden, scharf gucken

Die Android-Fernseher: Technik-Test Sony KD-55X8505
Fotos
Matthias Kremp

Braucht man Fernseher, die auch Computer sind? Die neuen Sony-TVs haben ein Google-Betriebssystem an Bord, mit dem man Android-Apps, Filme und Spiele nutzen kann. Was taugen die Geräte?

Zugegeben: Ich benutze Googles Android-Betriebssystem andauernd, aber fast immer nur auf Smartphone und Tablets. Dafür ist es schließlich mal entwickelt worden. Spätestens seit 2014 wissen wir aber, dass Google sein Android in fast alle Lebensbereiche bringen will: Smartwatches laufen mit Android Wear, Autos bekommen Android Auto, und im Wohnzimmer will die Suchmaschine mit Android TV ihren Platz vor dem Sofa bekommen.

Das geht einerseits mit Googles TV-Boxen und Chromecast Sticks. Andererseits gibt es mittlerweile einige TV-Hersteller, die ihre Smart-TVs mit Android TV bestücken, statt dafür ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln. Einen davon habe ich ausprobiert, den Sony 55X8505C. Die kryptische Bezeichnung zeigt an, dass es sich um ein 55-Zoll-Gerät handelt, das C steht für die dritte Version dieser Baureihe.

Das Gerät hat erst mal alles, was ein moderner Fernseher braucht: Eine große Bildfläche mit 4K-Auflösung und eine 3D-Funktion. Zwei TV-Empfänger nehmen Signale von Satelliten-TV, Kabel-TV sowie analoges und digitales Antennenfernsehen entgegen. Vier HDMI-Eingänge stehen für Blu-ray-Player und Set-Top-Boxen bereit. Außerdem gibt es drei USB-Buchsen. Da kann man beispielsweise eine Festplatte für die Videorekorderfunktion anschließen.

All das haben auch viele andere. Was Sonys Fernseher besonders macht, ist eben sein Betriebssystem, eine Android-Variante, die auf der Android-Version 5.0 basiert. Aktuell liefert Google Android 6.0 aus.

Eineinhalb Stunden für die Ersteinrichtung

Die Installation allerdings war alles andere als angenehm. "Auspacken, einschalten, geht" - der Spruch gilt hier nicht. Nach der grundlegenden Einrichtung des Google-Betriebssystems, der Konfiguration der Netzwerkverbindung und dem langwierigen Sendersuchlauf möchte das Android-Betriebssystem erst einmal ein Update installieren. Erst mehr als eineinhalb Stunden nach dem Einschalten war das Gerät betriebsbereit.

Was man dann zu sehen bekommt, ist die typische Oberfläche von Android-TV: Untereinander angeordnete Symbolleisten zeigen installierte und empfohlene Apps, Filme und Spiele an. Außerdem gibt es hier eine Übersicht der mit dem Fernseher verbundenen Bildquellen. Das sind beispielsweise per HDMI angeschlossene Blu-ray-Player, Spielkonsolen oder TV-Receiver.

Um das alles zu bedienen, liefert Sony gleich zwei Fernbedienungen mit, ein eher traditionelles Modell mit Ziffernfeld und Steuerkreuz sowie eine zweite mit Touchpad statt vieler Tasten. Im Test konnte ich mich nicht auf eine von beiden festlegen. Während das Touchpadmodell besser geeignet ist, um durch die Symbole zu navigieren, gefiel mir die andere beim Zappen durch die Kanäle besser.

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