Sonntag, 25. September 2016

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Technik-Test: Samsungs Gear VR Adieu, Realität!

Samsungs Gear VR: Realitätsflucht per Smartphone
Fotos
TMN

Für 100 Euro der Realität entfliehen: Samsungs Gear VR macht es möglich - mit dem Gadget wird das Smartphone zur Virtual-Reality-Brille. Das mit Oculus VR entwickelte Modell ist eines der ersten auf dem Markt. Neben einigen Vorzügen hat es allerdings eine entscheidende Schwäche.

Es rauscht, sehr. Mit jeder Sekunde fallen über 100 Kubikmeter Wasser den Gullfoss-Wasserfall im Südwesten Islands herunter. Wassernebel liegen in der Luft, Strudel und Schaumwellen durchfurchen die Wassermassen des Flusses Hvitá.

Ein beeindruckendes Schauspiel, das auf dem Bürostuhl in Deutschland nur deswegen nicht ganz real wirkt, weil der Wassernebel des Gullfoss den Bildschirm in Samsungs Virtual-Reality-Brille Gear VR eben nicht durchbricht und sich auf das Gesicht legt. Und weil es nicht isländisch kalt, sondern unter der Kombination aus Smartphone und 3D-Brille eher tropisch warm ist.

2016 wird das Jahr der virtuellen Realität (VR) Zumindest wenn es nach den Herstellern geht. Im Rennen von Oculus, HTC oder Sony um die erste marktreife VR-Brille hat Samsung mit Hilfe von Oculus zunächst die Nase vorn. Während die Konkurrenz auf Komplettsysteme mit eigenen Bildschirmen setzt, wird bei der Gear VR (circa 100 Euro) ein aktuelles Smartphone von Samsung angeschlossen und übernimmt die Rolle des Bildschirms. So weit, so einfach.

Reisen durch die menschliche Blutbahn und Korallenriffe

Die Gear VR erinnert eine übergroße Skibrille. In ihr sind einige Sensoren verbaut, zwei Linsen, ein Touchpad und diverse Schalter. Die Installation geht recht flott. Das Smartphone (die aktuelle Ausgabe der Gear VR funktioniert mit dem Galaxy S6, S6 Edge, S6 Edge+ und dem Note 5) wird an den USB-Anschluss vorne an der Brille angeschlossen. Dann wird die nötige Software und der Zugang zum Oculus-Store heruntergeladen. Hier gibt es auch alle weiteren Apps - von VR-Kino über Spiele bis hin zu 360-Grad-Fotos und -Videos.

Im Test flimmert eine ganze Reihe von Apps über den für ein Smartphone mit 2560 zu 1440 Pixel ziemlich hochauflösenden Bildschirm des verwendeten Galaxy S6 Edge+. Wir reisen durch die menschliche Blutbahn, tauchen durch Riffe voll mit bunten Fischen, schweben über Island und kämpfen uns im Weltall durch Schwärme von lasernden Raumjägern. Praktisch auch: Mit der Brille lassen sich viele spannende Urlaubsorte schon einmal aus der Ferne erkunden.

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