Samstag, 18. November 2017

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Technik-Tipp: Programme zum Mitnehmen Das ganze Büro auf dem USB-Stick

Auf Webseiten wie PortableApps.com lassen sich ganze Programmpakete mit eigenem Startmenü zusammenstellen - und auf einen USB-Stick kopieren.
TMN/Screenshot: PortableApps.com
Auf Webseiten wie PortableApps.com lassen sich ganze Programmpakete mit eigenem Startmenü zusammenstellen - und auf einen USB-Stick kopieren.

Immer das richtige Programm griffbereit - das geht mit portablen Programmen auf dem USB-Stick. Und wenn es etwas mehr sein soll, kann man auch ein komplettes Betriebssystem mitnehmen. So hat man immer seine Daten dabei und kann auch fremde Rechner sicher nutzen.

Schnell mal am PC den Freunden die Bilder vom letzten Urlaub zeigen? Das kann zum Problemen werden, wenn dort das passende Programm fehlt. Oder unterwegs eigene Dokumente oder E-Mails an fremden Rechnern aufrufen? Das funktioniert nur dann sicher, wenn man die richtige Office-Software direkt dabeihat. Mit sogenannten portablen Programmen lässt sich das Problem lösen. Sie werden auf USB-Sticks gespeichert und von dort gestartet - auf jedem beliebigen Windows-Computer.

Tragbare Programme sind vor allem dann nützlich, "wenn die Anwendung direkt mit persönlichen Daten verknüpft ist, die ich nicht aus der Hand geben möchte", erklärt André Kramer von der Fachzeitschrift "c't". "Zum Beispiel das Mailprogramm Thunderbird, da habe ich sofort mein E-Mail-Postfach und alles eingerichtet." Ein Problem sind auch Office-Dateien in einem Format, das sich nicht mit jeder Anwendung lesen lässt. Portable Programme sind außerdem ideal, "wenn man sich öfters um andere Rechner kümmert", erklärt Arne Arnold von der "PC Welt". Dann hat man immer alle nötigen Werkzeuge dabei.

Wer nach solchen portablen Programm sucht, stößt schnell auf Pakete mit 50 bis 100 Programmen oder mehr, sagt Arnold. Bei PortableApps.com etwa kann man Sammlungen mit eigenem Startmenü zusammenstellen. Ähnlich funktioniert es bei PStart oder der Lupo PenSuite, die es in drei verschiedenen Größen gibt.

Meist reicht es, das Programmverzeichnis zu kopieren

Portable Programme gibt für so ziemlich jeden Zweck - das wird bei einem Besuch der Website "Portable Freeware Collection" schnell klar: Vom Bildbetrachter über Office-Programme und Systemwerkzeuge bis zu Mailprogrammen und Browsern ist alles dabei. Darunter sind auch bekannte Programme wie der Browser Firefox, das Mailprogramm Thunderbird, das Bildbearbeitungsprogramm Gimp oder das Büroprogrammpaket Libre-Office.

Man kann aber noch viele weitere Programm mitnehmen: "Es eignet sich zwar nicht jede Anwendung dafür", erklärt Kramer. "Unter Windows ist es relativ leicht, Software für den Portablen Einsatz vorzubereiten." Ist ein Programm nicht sonderlich systemabhängig, lässt es sich häufig auch einfach auf einen USB-Stick installieren. Meistens reicht es schon, das Programmverzeichnis zu kopieren.

Die ideale Auswahl an portablen Programmen gibt es wohl nicht. "Jemand, der PCs repariert, braucht andere Apps als jemand, der eine Diaschau im Verein zeigen will", sagt Arnold. Ein Nachteil dieser Art von Programmen ist, "dass sie sich standardmäßig nicht selbst aktualisieren." Sie können sich erst aktualisieren, wenn man sie startet. Unter Umständen starten und arbeiten sie auch etwas langsamer als Programme, die direkt auf dem Rechner installiert sind - gerade von alten USB-Sticks mit langsamen USB-1.1- oder USB-2.0-Anschlüssen.

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