Mittwoch, 16. August 2017

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Bluetooth-Kopfhörer Kabelfrei auf die Ohren

Ifa-Trends: Die neuen Bluetooth-Kopfhörer
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TMN

Dank stromsparender Verbindungen und NFC-Technik werden Bluetooth-Kopfhörer immer beliebter. Auf der Elektronikmesse IFA sind sie die drahtlosen Geräte einer der großen Trends im Musikbereich. Einige Modelle können schon viel mehr als nur Musik abzuspielen.

Berlin - Kabel ab, Funk an - das ist der Trend bei Kopfhörern. Bei zahlreichen auf der Elektronikmesse Ifa in Berlin (noch bis 10. September) gezeigten Kopfhörern für Smartphones und Tablets sucht man Kabel und Klinkenstecker vergeblich - die Zukunftsmusik gelangt drahtlos über Bluetooth in die Ohren.

Ein Blick auf die Umsatzzahlen bestärkt den Eindruck am Messestand. Laut einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung gab es im vergangenen Jahr ein Umsatzwachstum von 54 Prozent bei Bluetooth-Stereokopfhörern und Headsets.

Durch energiesparende Standards wie Bluetooth LE (Low Energy) lassen sich die Geräte immer kleiner und ausdauernder bauen. Neben großen Bügelkopfhörern hält die Drahtlostechnik mittlerweile sogar in kleine In-Ear-Kopfhörer Einzug.

"Bluetooth setzt sich gerade richtig durch", sagt Christian Bauer von der Philips-Tochter Woox Innovation. Bis zu 15 Meter können Kopfhörer und gekoppeltes Gerät auseinanderliegen. Seit Bluetooth 4.0 ist die Übertragung in der Regel störungsfrei. Die Geräte miteinander zu verbinden, ist mittlerweile sehr einfach geworden. "Früher mussten Sie das umständlich über viele Menüs machen", sagt Bauer.

15 Gramm Hörvergnügen

Beim 15 Gramm leichten Bluetooth-Headset von Woox mit dem etwas kryptischen Namen SHB5800BK für rund 70 Euro läuft die Kopplung über einen NFC-Chip. Hält man die Ohrstöpsel an ein geeignetes Smartphone, koppeln sich die Geräte binnen Sekunden von allein. Über ein eingebautes Mikrofon wird der Kopfhörer zum Headset für Smartphones.

Die kleinen Lithium-Ionen-Akkus des Headsets sitzen in den Stöpseln. Das lässt sie auf den ersten Blick etwas sperrig erscheinen, fällt bei Tragen aber kaum auf. Die kompakte Größe hat aber ihren Preis: Während ein kabelgebundener Kopfhörer so lange durchhält wie der Akku des Abspielgeräts, ist bei den drahtlosen In-Ear-Geräten in der Regel nach etwa sechs Stunden Dauerhören Schluss. Hat man dann kein USB-Gerät zum Aufladen dabei, bleiben die Ohrstöpsel stumm.

Neben Philips zeigen noch viele weitere Hersteller drahtlose In-Ear-Kopfhörer mit Headset-Funktion. Samsungs Gear Circle etwa (verfügbar ab Oktober, Preis noch unbekannt) hat den Akku im Nackenband eingebaut - rund neun Stunden hält der größere Energiespeicher durch. Hört man gerade keine Musik, lässt sich das Headset mit Magneten wie ein Halsband tragen.

Auch Yurbuds zeigt mit den Modellen Leap und Liberty (verfügbar ab Oktober, je rund 100 Euro) zwei drahtlose Lösungen für Sportler. Interessant hier: Es gibt Modelle für die unterschiedlichen Ohrgrößen von Männern und Frauen.

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