Freitag, 21. September 2018

Sechs Tipps für Vielschreiber Die besten Keyboard-Apps fürs Handy

Mal schnell mit einem Fingerwisch das Abendprogramm planen? Googles Gboard versteht auch Eingaben, bei denen die im Wort enthaltenen Buchstaben schnell angewischt werden.
Silas Stein/dpa-tmn
Mal schnell mit einem Fingerwisch das Abendprogramm planen? Googles Gboard versteht auch Eingaben, bei denen die im Wort enthaltenen Buchstaben schnell angewischt werden.

Es muss nicht immer die Werks-Tastatur sein. Einhandbedienung, Spracheingabe, Emojis und GIFs verschicken - Smartphonenutzer können aus einer Vielzahl von Alternativen für die Standard-Tastatur wählen. Aber wie bekommt man die Keyboard-Apps auf das Smartphone?

Wischen statt tippen, Bilder statt Worte, Schreiben mit nur einem Finger - Smartphone-Nutzer haben viele Möglichkeiten jenseits der vorinstallierten Tastatur. App Store und Play Store sind voll mit Tastatur-Apps mit allerlei nützlichen Fähigkeiten. Manche kommen mit Spracheingabe und Übersetzer, andere lernen von ihren Nutzern oder lassen sich mit Hintergrundbildern und bunten Themes aufhübschen.

Die meisten Tastatur-Apps sind kostenlos. Hier gilt: "Einen Preis zahlen alle Nutzer: Die Preisgabe ihrer persönlichen Daten", erklärt Chris Wojzechowksi, Experte vom Institut für Internet-Sicherheit in Gelsenkirchen. Es kann also durchaus sein, dass die in das Smartphone-Keyboard getippten Texte beim Anbieter landen. Was dann damit geschieht, lässt sich schwer herausfinden. Deswegen sollte nicht jede App von einem unbekannten Anbieter installiert werden.

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Die Tastatur-Apps werden wie ganz normale Apps über den App Store oder den Play Store heruntergeladen. Android-Nutzer können in den Einstellungen unter "System/Sprache & Eingabe" ihre installierten Tastaturen verwalten. Apple-Nutzer finden die Tastaturen in den Einstellungen unter "Allgemein/Tastatur".

Hier sind einige spannende Tastatur-Apps für Smartphones und Tablets - und Tipps zum sicheren Umgang damit:

Gboard: Hilfreiche Spracheingabe

Die Tastatur-App von Google gibt es für iOS und Android. Ihr großer Pluspunkt: Die Google-Suche ist direkt über das Tastenfeld aufrufbar, somit entfällt der Wechsel zwischen den Apps - falls man mal etwas suchen muss. Hilfreich ist auch die Spracheingabe. Damit lassen sich Nachrichten diktieren. Auch vorhanden: Emojis und animierte GIF-Bildchen, der Google-Übersetzer und der Einhandmodus. Kleiner Minuspunkt: Es gibt keine individuellen Designs.

SwiftKey: Kreative Spielereien

Die Tastatur für iOS und Android lässt viele kreative Spielereien zu. Rund 30 Themes für die optische Gestaltung gibt es - allerdings nur gegen Registrierung. Das Tastenfeld lässt sich beliebig in der Größe skalieren und auf dem Bildschirm frei bewegen. Die App lernt beständig vom Nutzer und schlägt häufig verwendete Wörter und Phrasen vor. Auch Mehrsprachigkeit, Emojis und animierte Bilder sind Pluspunkte von SwiftKey. Mit dem SwiftKey Flow Modus lassen sich Worte per Wischgeste zwischen den einzelnen Buchstabentasten schreiben.

Doch aufgepasst: Einige der Features sind nur als In-App-Käufe möglich. "Gerade bei vermeintlich kostenlosen Apps lauert die Gefahr in Form von kostenpflichtigen In-App-Käufen", warnt Birgit Kimmel, Referentin von "Klicksafe.de". Als Schutz vor ungewollten Kosten lohnt es sich, die In-App-Käufe in den Einstellungen zu deaktivieren oder mit einem Passwort zu versehen.

Wenn in der Unterhaltung noch etwas Katze fehlt, liefert die Gif-Suche des Gboard-Keyboards viele passende Lösungen.
Silas Stein/dpa-tmn
Wenn in der Unterhaltung noch etwas Katze fehlt, liefert die Gif-Suche des Gboard-Keyboards viele passende Lösungen.

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