Samstag, 27. August 2016

Alle Artikel und Hintergründe

Hollywood im Wohnzimmer Was ein guter Beamer können muss

Große Bilder und große Gefühle: Ein guter Beamer macht die Wohnung zum Kino. Es muss allerdings auch das richtige Gerät sein.
TMN; Design Pics
Große Bilder und große Gefühle: Ein guter Beamer macht die Wohnung zum Kino. Es muss allerdings auch das richtige Gerät sein.

Große Filme machen erst auf großer Leinwand richtig viel Spaß. Wer möchte schon Schwarzeneggers "Terminator" in Miniformat sehen oder den Kampf der "Hobbits" um Mittelerde und die Straßenrennen aus "Fast & Furious" im Kleinfromat. Es geht auch größer - und zwar per Beamer. Dann lassen Hollywood-Stars auch zu Hause in Überlebensgröße bewundern - nur die gerät sollten für ein gutes Bild bestimmte Kriterien aufweisen können:

Bilddiagonalen zwischen sechs und neun Meter liefern die meisten Geräte problemlos. Preislich sind Projektoren inzwischen absolut erschwinglich: In der ersten Jahreshälfte kostete ein Beamer in Deutschland laut Consumer Electronics Marktindex (CEMIX) im Schnitt 566 Euro - das ist nur unwesentlich mehr als der Durchschnittspreis für einen Fernseher (558 Euro).

Genau wie beim TV-Kauf gilt es aber auch bei der Anschaffung des Projektors einiges zu beachten, damit der Heimkino-Spaß nicht auf der Strecke bleibt. Das beginnt bei der Technik. Grundsätzlich kommen bei Beamern zwei Verfahren zum Einsatz: Entweder werden die Bilder mit spiegelnden Chips (DLP) oder mit Hilfe von Flüssigkristallen (LCD) erzeugt, erklärt Raphael Vogt, Experte im Bereich Beamer-Kalibrierung aus Worms.

Bei den Flüssigkristallen unterscheidet man sogenannte transmissive, die wie Dias durchleuchtet werden, und reflektierende LCD-Chips. "Letztere sind teurer und eher in Highend-Maschinen anzutreffen, liefern aber ein homogeneres Bild ohne sichtbares Raster, mit mehr Kontrast und besserem Schwarz", so Vogt.

Auf Farbwiedergabe achten

Wer sich die technischen Daten in Werbeprospekten durchliest, wird mit Fachbegriffen wie Leuchtkraft, Kontrast und Helligkeit konfrontiert. "Helligkeit und Geräuschentwicklung sind im Kino oft die entscheidenden Kriterien. Gerne wird aber vergessen, dass Helligkeit häufig zulasten der Farbwiedergabe geht", sagt Vogt. Beamer, die als sehr hell und dabei sehr preiswert angepriesen werden, liefern nach Angaben des Experten oft miese Farben. Der Experte rät daher zu Geräten mit 1500 bis 2000 Lumen Lichtstrom.

Damit das Gerät während des Filmabends nicht stört, sollte sie nicht lauter als 26 Dezibel sein. Denn als Faustregel gilt: Je billiger und kompakter ein Projektor ist, desto mehr Lärm macht er. "Alle Beamer, die deutlich kleiner sind als eine Aktentasche, nerven nach einer gewissen Zeit mit fauchenden oder surrenden Kühlventilatoren", warnt Vogt. Große, gedämmte Gehäuse erlauben Vogt zufolge eine leisere Kühlung.

Die meisten Hersteller geben den Geräuschpegel in den Daten aber nur für den sogenannten Ökomodus mit geminderter Lichtleistung an. Am besten sollten sich Verbraucher ihren Wunsch-Projektor beim Fachhändler in ruhiger Umgebung einmal genau anschauen und vor allem anhören.

Als Alternative zu klassischen Heimkino-Beamern gibt es sogenannte Pico-Projektoren, die kaum größer als ein Smartphone sind und nur kompakte Bildflächen ausleuchten können. "Diese Modelle eignen sich für Präsentationen in kleiner Runde - es muss allerdings recht dunkel im Raum sein", sagt Peter Knaak von der Stiftung Warentest. Für den Kinoabend im Wohnzimmer sind die Baby-Beamer nicht zu gebrauchen.

Seite 1 von 2
Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH