Sonntag, 24. Mai 2015

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Systemkameras Profitechnik für jedermann

Systemkameras: Modelle im Test
Fotos
Nikon

Darauf haben Hobbyfotografen gewartet: Die ersten bezahlbaren Kameras mit Vollformatsensor sind auf dem Markt. Die Stiftung Warentest hat sie getestet, zusammen mit weiteren neuen Systemkameras. Das beste Bild gibt es beim Vollformat, Testsieger wurde jedoch ein spiegelloses Modell.

Sie sind die Stars anspruchsvoller Fotografen: Kameras mit wechselbaren Objektiven. Neben 16 aktuellen Systemkameras mit und ohne Spiegel hat die Stiftung Warentest zum ersten Mal zwei Vollformatkameras untersucht. Bisher wurden die sehr teuren Spiegelreflexkameras mit Vollformatsensor fast ausschließlich von Berufsfotografen genutzt. Jetzt bieten Canon Börsen-Chart zeigen mit der EOS 6D und Nikon Börsen-Chart zeigen mit der D600 bezahlbare Modelle für ambitionierte Hobbyfotografen.

Die Sensoren der Vollformatkameras sind mit 24 x 36 Millimetern deutlich größer als die bei Systemkameras üblichen APS-C-Sensoren (16 x 24 Millimeter). Durch ihre größere Fläche können die Vollformatsensoren mehr Licht und mehr Bildinformationen aufnehmen. Ihre Fotos sind deshalb meist rauschärmer (weniger krisselig) als die herkömmlicher Sensoren. Und in der Tat: Die beste Bildqualität erlangt die VollformatSpiegelreflexkamera EOS 6D von Canon. Für den Gesamtsieg reicht es aber nicht, schreibt die Zeitschrift test.

Testsieger ist die spiegellose Panasonic Lumix DMC-GH3A. Sie löst deutlich schneller aus als die Canon und bietet eine beeindruckende Videoqualität. Getrübt wird die Freude vom Preis: Der liegt mit zirka 2110 Euro etwa gleichauf mit den Vollformatkameras im Test.

Mit ihren Vollformatkameras heizen Canon und Nikon den Markt für Systemkameras noch einmal richtig an. Dort tobt der Kampf zwischen den traditionellen Spiegelreflexkameras und den immer stärker werdenden Kontrahenten ohne Spiegel. Von den getesteten Marktneuheiten funktionieren sieben Systemkameras mit Spiegel und elf ohne.

Spiegellose Systemkameras sind ihrer Konkurrenz mit Spiegel mittlerweile in wichtigen Eigenschaften wie Auslösegeschwindigkeit und Bildqualität ebenbürtig, einige überflügeln sie sogar. Zahlreiche technische Innovationen funktionieren nur bei spiegellosen Kameras, wie die Abbildung des Menüs im Sucher. Zusätzlicher Vorteil: Die meisten Systemkameras ohne Spiegel sind handlicher und leichter im Vergleich zu den großen, schweren Vertretern mit Spiegel. Die leichteste Kamera aus dem Test, die spiegellose Nikon 1 J2, bringt nur 388 Gramm auf die Waage.

Verblüffend: Ausgerechnet die erste spiegellose Systemkamera von Marktführer Canon landet auf dem letzten Platz der Testtabelle. Vier Jahre nachdem Panasonic Börsen-Chart zeigen und Olympus Börsen-Chart zeigen die ersten Spiegellosen als Neuheit präsentierten, waren die Erwartungen an den Branchenprimus groß. Die Canon EOS M erfüllt sie nicht. Sie löst quälend langsam aus, Handhabung, Monitor, Blitz und Video sind nur befriedigend, ein Sucher existiert nicht. Einzig die Bildqualität ist gut. Das alles für nicht gerade preiswerte 650 Euro. Weitaus bessere Systemkameras sind günstiger zu haben.

Systemkameras: Die getesten Modelle im Bild

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