Freitag, 22. Mai 2015

CES in Las Vegas Riesige Bildschirme, winzige Brillen

TVs, Smartphones, Brillen: Die Neuheiten der CES
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DPA

Sie denken, der Flatscreen an Ihrer Wand sei groß? Dann schauen Sie sich mal die Neuheiten der Consumer Electronics Show an. Samsung präsentiert Giga-Glotzen. Aber es gibt auch Winz-Screens in Brillenform.

Las Vegas - Mit Riesenbildschirmen will der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung seine Vormachtstellung im weltweiten TV-Markt ausbauen. Auf der Consumer Electronics Show (CES) zeigt das Unternehmen Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von bis zu 110 Zoll (279 cm), die Bilder in Ultra-High-Definition-Qualität darstellen. "Heute werden Sie sehen, was die Kunden morgen wirklich wollen und auch brauchen", sagte Samsung-Präsident Boo-Keun Yoon.

Die Größe des Bildschirms sei auch auf dem deutschen Markt derzeit das Kriterium Nr. 1 bei der Kaufentscheidung, sagte Hans Wienands, Senior Vice President der deutschen Samsung Electronics. Darüber hinaus sei bei jüngeren Kunden und Familien mit Kindern das dreidimensionale Format (3D) populär.

Heute beginnt offiziell die internationale Elektronikmesse CES in Las Vegas. Vier Tage lang zeigen große Hersteller wie Samsung Börsen-Chart zeigen, Sony Börsen-Chart zeigen oder Panasonic Börsen-Chart zeigen technologische Entwicklungen. Tablets und Smartphones, Cloud-Services und intelligente Autosysteme, digitale Gadgets für Gesundheit und Fitness sowie internetfähige Flachbildfernseher gehören dabei zu den Highlights.

Samsung stellte eine komplett überarbeitete Benutzeroberfläche für SmartTV-Anwendungen vor. So soll das SmartTV-Hub gleich beim Einschalten des Fernsehers erscheinen und einen Überblick über die gerade laufenden TV-Sendungen geben. Neben dem Startbereich "TV" sortiert Samsung die SmartTV-Dienste nun in die Sektionen "Filme & Live-Sendungen", "Fotos, Videos & Musik", "Social" mit einem Anschluss an Dienste wie Facebook sowie "Apps".

Vuzix bringt Smart Glasses auf den Markt

Samsung will mit dieser neuen Oberfläche die Bedeutung der SmartTV-Funktionen weiter in den Vordergrund stellen. Allerdings werden nicht alle Kunden davon profitieren, da etliche Geräte offline betrieben werden. "Etwa 60 Prozent der Samsung Smart TVs wurden 2012 in Deutschland tatsächlich ans Netz angeschlossen", erläuterte Wienands. Unter den Apps im SmartTV-Hub seien die Video-on-Demand-Angebote wie Maxdome und Videoload besonders erfolgreich.

Die von manchen Beobachtern erwartete Ankündigung eines neuen Spitzenmodells bei den Galaxy-Smartphones blieb auf der CES aus. So dürfte der Mobile World Congress in Barcelona Ende Februar Bühne der Ankündigung eines Galaxy S4 werden.

In Las Vegas signalisierte Samsung aber zugleich, sich bei seinen Bestsellern im Telekommunikationsmarkt nicht vollständig von Google und seinem Smartphone-System Android abhängig machen zu wollen. Für die USA kündigte Samsung das Smartphone "Ativ Odyssey" mit dem Microsoft -System Windows Phone 8 an, das in den USA über Verizon Wireless vermarktet wird. Außerdem ließ der Konzern im Vorfeld der CES durchblicken, ein Smartphone mit der Linux-Variante Tizen bauen zu wollen, die gemeinsam mit Intel entwickelte wurde.

Der US-Konzern Vuzix kündigte an, bereits Mitte diesen Jahres seine Smart Glasses M100 ausliefern zu wollen. Das Monokel sieht aus wie eine Freisprecheinrichtung und soll Zugriff auf Daten und Inhalte von Apples iPhone ermöglichen. Vuzix kündigte an, M100 werde das weltweit erste im Handel erhältliche Freihand-Display- und Kommunikationssystem sein. Der Internetriese Google Börsen-Chart zeigen hatte bereits 2012 eine Entwicklerversion seiner "Google Glasses" vorgestellt. Technisch ausgereift könnten die Brillen genug Potenzial haben, um die boomenden Smartphones abzulösen.

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