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16.01.2013
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Filmen wie beim Film
Mit Kamera statt Camcorder

Filmen wie beim Film: Mit Kamera statt Camcorder
Fotos
TMN

Filmen mit Fotoapparaten, das klingt eigentlich verrückt. Doch wenn man das optische Potenzial hochwertiger Kameras für Videos nutzt, sind die Ergebnisse mitunter beeindruckend - etwas Übung vorausgesetzt.

München - Ein paar Aufnahmen im Urlaub? Ein paar bewegte Eindrücke von der Geburtstagsfeier? Um besondere Momente als Video festzuhalten, ist mittlerweile kein Camcorder mehr nötig. Denn aktuelle Spiegelreflex- und Systemkameras bieten inzwischen auch die Möglichkeit zu filmen - zwar nicht immer ganz so komfortabel wie mit einem Camcorder, aber oft von besonderer ästhetischer Güte.

In erster Linie sind Spiegelreflex- und Systemkameras zwar zum Fotografieren gemacht. "Es gibt aber keine aktuelle Spiegelreflex- oder Systemkamera, die nicht filmen kann", sagt Michael Ludwig von der Zeitschrift "Chip". "Mit allen aktuellen Geräten der Mittelklasse ab 500 Euro lassen sich Videoaufnahmen in Full-HD aufzeichnen."

Eine Fotokamera mit Wechseloptik bietet auch beim Filmen viele manuelle Einstellmöglichkeiten. "Mit der Blende lässt sich beispielsweise die Schärfentiefe steuern und einstellen", sagt Kamera-Fachbuchautor Holger Haarmeyer. "So kann man selber entscheiden, welche Teile der Aufnahme scharf und welche unscharf werden sollen." Allerdings erfordere das bei Fotokameras auch mehr Erfahrung, Übung und Fingerspitzengefühl. Doch wem es gelingt, der wird mit einer besonderen Ästhetik belohnt, erklärt der Experte. Die bewegten Bilder wirkten filmischer als beim Camcorder und kämen "nicht nur Kino- und TV-Bildern, sondern auch dem menschlichen Sehverhalten näher".

Objektivwechsel von Vorteil

Weitere Pluspunkte von Spiegelreflex- und Systemkameras sind die im Vergleich zu Camcordern meist größeren Sensoren und die Möglichkeit, die Objektive zu wechseln. "Ein größerer Sensor hat beispielsweise eine höhere Lichtempfindlichkeit", erklärt Ludwig. "Wenn in einer dunkleren Umgebung gefilmt wird, kommt es bei Spiegelreflex- oder Systemkameras daher nicht so schnell zu störendem Bildrauschen."

Aufgrund der Sensorgröße können die Kameras zudem oft besser mit Hell-Dunkel-Kontrasten umgehen. "Sie bieten eine höhere Dynamik", fasst Haarmeyer zusammen. Als Beispiel nennt er ein Motiv mit blauem Himmel und einem Berg im Vordergrund, der im Schatten liegt. "In diesem Fall wirkt bei den Kameras der Himmel blauer und im Schatten sind auch mehr Details zu erkennen." Und wer zum Beispiel ein Fischaugen-, ein Ultra-Tele- oder ein anderes der unzähligen verfügbaren Wechselobjektive nutzt, bekomme "große Freiheiten zum Experimentieren und für die visuelle Gestaltung der Videos".

Doch wer Ahnung vom Fotografieren hat, muss noch lange kein guter Filmer sein. "Das Aufzeichnen von bewegten Bildern erfordert eine andere Herangehensweise", erklärt Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband. Während beim Fotografieren ein Bild allein für sich stehen und aussagekräftig sein muss, sollte man beim Video in Laufbildern denken. Dafür überlegt man sich am besten einen roten Faden und einen Aufbau.

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