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26.01.2013
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Sprachsteuerung für Computer
Alles hört auf mein Kommando

Termine machen ohne Tippen: Auf Smartphones ist Sprachsteuerung - hier die Apple-Variante Siri - längst Standard.
TMN

Termine machen ohne Tippen: Auf Smartphones ist Sprachsteuerung - hier die Apple-Variante Siri - längst Standard.

Einkaufslisten, Adressbuch und Termine: Smartphone und PC sind für viele längst eine Art Privatsekretär. Im Gegensatz zu echten Menschen hören die Geräte bisher allerdings nur manchmal aufs Wort. In Zukunft könnte Sprachsteuerung aber noch besser und wichtiger werden.

Berlin/München - Visionäre stellen sich die Zukunft der Sprachsteuerung gerne paradiesisch vor: "Bitte den nächsten Supermarkt anfahren, Rasierwasser und Feta-Käse auf die Einkaufsliste setzen, ein Bahnticket für die Fahrt am Sonntag nach Nürnberg buchen und eine E-Mail an die Bank schreiben". So oder so ähnlich könnte man in Zukunft tatsächlich sein Leben organisieren - und das ganz ohne lästiges Tippen und Klicken, zum Beispiel im Auto.

In dieser Form ist Sprachsteuerung zwar noch Zukunftsmusik. Einige Anwendungen gibt es aber schon heute. Auf Smartphones und Tablets gehört die Funktion zum Beispiel inzwischen zum Standard. Aber auch Spielkonsolen und Navigationsgeräte hören aufs Wort, ebenso PC-Programme. "Selbst Fernsehgeräte sind schon mit Sprachsteuerung verfügbar, wenn auch nur einige Topmodelle", sagt Michael Schidlack vom IT-Verband Bitkom. In manchen Bereichen hat sich die Sprachsteuerung bereits als unverzichtbare Lebenshilfe etabliert, zum Beispiel als Eingabehilfe für Behinderte.

Fotos schießen auf Sprachbefehl

Apples iPhone und iPad lassen sich mit einem Siri genannten System verbal steuern, auch Google Chart zeigen und Microsoft Chart zeigen haben in ihren Betriebssystemen Android und Windows Phone Sprachkommandos untergebracht. Die Funktionen sind vielfältig: Internetsuche, Kalender, Wecker, Öffnen von Apps, Ortsnavigation, Spielergebnisse der Bundesliga oder Zugriff auf Mails, Kontakte und Telefon. "Selbst wenn das Betriebssystem eine Funktion nicht anbietet, gibt es inzwischen genug Apps, die eine eigene, integrierte Spracherkennung mitbringen", erklärt Moritz Stückler vom Technikmagazin "t3n".

Die Unterschiede zwischen den Herstellern liegen im Detail. Manche Bereiche der Sprachsteuerung sind bei Apple ausgereifter: "Siri kann einen Tisch im Restaurant reservieren, sofern das Lokal eine Online-Buchung akzeptiert", nennt Dennis Steimels von der Zeitschrift "PC Welt" ein Beispiel. Bei Android legen Hersteller wie Samsung Chart zeigen teils eigene Nutzeroberflächen über das Originalsystem. So hat das Galaxy S3 zum Beispiel die eigene Sprachfunktion S-Voice. "Damit können Sie sogar die Kamera auslösen, indem Sie "Aufnehmen" oder "Bitte lächeln" sagen", erklärt Steimels.

Dass Sprachsteuerung heute auf Smartphones so viel besser funktioniert als vor einigen Jahren, hat vor allem mit dem Zauberwort Cloud Computing zu tun - dem Datenverkehr über fremde Computer, der "Wolke". "Anstatt die relativ komplexe Analyse der Sprache in den verhältnismäßig leistungsschwachen Geräten vorzunehmen, findet sie in leistungsfähigen Server-Systemen statt", erklärt Moritz Stückler das Prinzip. Dies hat jedoch einen wesentlichen Nachteil: Die Geräte müssen online sein. Ohne Netzverbindung keine Sprachsteuerung.

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