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07.12.2012
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Digitaler Wandel
Die Start-up-Träume der Telekoms

Von Kristian Klooß

Deutsche Telekom: Hohe Investitionen nötig - und die Erträge kassieren andere
dapd

Deutsche Telekom: Hohe Investitionen nötig - und die Erträge kassieren andere

Die Investitionskosten steigen, die Dividenden purzeln. Das lukrative Geschäft mit Diensten jenseits von Glasfaserkabeln und Funktürmen lief bislang meist an Deutscher Telekom, Vodafone, Telefónica und Co. vorbei. Um dies zu ändern, wollen die Konzerne zu Start-up-Inkubatoren werden.

Hamburg - "Merry Christmas" lauteten die zwei Worte, die am 3. Dezember 1992 auf dem Orbitel-901-Telefon von Richard Jarvis aufblinkten. Der Vodafone-Manager weilte gerade auf der Weihnachtsfeier seines Konzerns. Absender der Kurznachricht war der Vodafone-Programmierer Neil Papworth - mangels geeigneten Telefonen allerdings noch von seinem PC aus.

Dennoch. Der Moment, in dem Papworth die Enter-Taste seines Rechners drückte, gilt als Geburtsstunde der SMS.

Vodafone und Co. haben die 160-Zeiler seither Milliarden in die Kassen gespült. Pro Minute werden allein in Deutschland rund 80.000 der Kurznachrichten verschickt. Und doch herrscht zwanzig Jahre nach dem ersten SMS-Versand eher Kater- als Weihnachtsstimmung. Denn längst haben kostenlose Alternativen wie Apples iMessage, Facebooks Messenger oder das Start-up WhatsApp hunderte Millionen Kunden - wobei die Nutzerzahlen entsprechend der raschen Verbreitung von Smartphones und Tablet-Rechnern geradezu explodieren.

Das Problem: Um die heute rasant wachsenden Datenmengen schnell und ohne Aussetzer zu übertragen, müssen die Telekomkonzerne Milliarden in ihre Netze investieren. Die Erträge jenseits der Glasfaserröhren und Funktürme kassieren hingegen andere. Bis auf Dividendenkürzungen - so wie heute von der Telekom angekündigt - hatten die großen Carrier diesem Treiben bislang meist nicht viel entgegenzusetzen.

Das Geschäft machen andere

So wurde beispielsweise die Einführung eines alternativen Messenger-Dienstes namens "Joyn", den die Deutsche Telekom Chart zeigen, Vodafone Chart zeigen und O2 ursprünglich schon für Ende 2011 geplant hatten, mehrmals verschoben. Seit einem halben Jahr hat zumindest Vodafone den Dienst in Betrieb. Die Deutsche Telekom installiert Joyn seit diesem Monat auf neuen Smartphones vor. O2 plant die Einführung allerdings erst im Jahr 2013.

Wann und ob sich der Dienst jemals durchsetzt, ist fraglich. Das Geschäft machen derweil andere. Zuerst jene Konzerne, die die so genannten Ökosysteme kontrollieren - also Apple Chart zeigen, Google Chart zeigen oder Facebook Chart zeigen. Darüber hinaus aber auch jene Unternehmen, die innerhalb dieser Ökosysteme rentable Geschäftsmodelle auftun - so wie der Kurznachrichtendienst WhatsApp, das Restaurant- und Ladenempfehlungsportal Qype oder die Online-Taxivermittlung myTaxi.

Um zumindest vom Wachstum solcher Start-ups zu profitieren und nicht als reine Infrastrukturanbieter zu enden, gehören die Telekomkonzerne seit mehreren Jahren zu den größten Venture-Capital-Gebern weltweit. So hat sich Vodafone im November 2010 mit rund 3,5 Millionen Euro an Qype beteiligt. Der im Hamburg gegründete Dienst wurde inzwischen für 50 Millionen Dollar vom US-Wettbewerber Yelp übernommen.

Die Deutsche Telekom indes finanziert seit Januar dieses Jahres die Internationalisierungspläne von myTaxi. Gemeinsamen mit dem Autobauer Daimler Chart zeigen und mehreren weiteren Geldgebern stellte die Konzerntochter T-Venture dafür zehn Millionen Euro Wagniskapital bereit.

Qype und myTaxi sind nur zwei Beispiele, wie Telekom, Vodafone und Co. versuchen, im Geschäft rund um Apps und Zusatzdiensten Fuß zu fassen. Mittlerweile gehen Sie sogar noch einen Schritt weiter.

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