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15.02.2012
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Sportkopfhörer
Was Ordentliches auf die Ohren

Kopfhörer für Sportler: Joggen mit Soundtrack
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TMN

Wer gerne joggt, hört manchmal auch gerne Musik. Beides gleichzeitig ist aber gar nicht so einfach. Denn das geht nicht ohne brauchbare Kopfhörer, die beim Laufen nicht aus den Ohren fallen. Und das ist nur eins der Problem für Sportler, die auf satten Sound stehen.

Stuttgart - Wer viel läuft und gern dabei Musik hört, kennt das Problem: Handelsübliche Knopfkopfhörer werden durch die ständigen Erschütterungen oft regelrecht aus dem Ohr geschüttelt. Es nervt, sie während des Laufs immer wieder neu einzusetzen - auch, weil man dabei leicht aus dem Rhythmus kommt.

Speziell für Sportler gibt es zwei bessere Varianten: In-Ears oder Kopfhörer mit Bügel. Über die Frage, welches System für den Sport am besten ist, streiten Hobbyathleten schon eine Weile. "Es kommt dabei auf die individuellen Vorlieben und die optimale Passform an", sagt Matthias Lücke, Produktmanager beim deutschen Hersteller Sennheiser. Er beschreibt damit das grundsätzliche Dilemma: Der richtige Halt und ein hoher Tragekomfort sind höchst subjektive Kriterien.

Das gilt vor allem für In-Ear-Kopfhörer: Die einen schwören auf sie, die anderen kommen gar nicht damit klar. "Die Kundschaft spaltet sich sehr deutlich in zwei Lager, dazwischen gibt es nicht viel", sagt Bernhard Rietschel, Chefredakteur der Zeitschrift "Audio". Er rät, ein günstiges Modell auszuprobieren, bevor teures Geld investiert wird.

Es sei schwierig, eine Empfehlung auszusprechen, ergänzt Jürgen Ripperger vom VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut in Offenbach. Theoretisch dichteten die In-Ears den Hörkanal komplett ab, je nach Anatomie aber eben doch nicht. Auch das Tragegefühl finden manche unangenehm.

In-Ears sind für Stadtläufer gefährlich

"In-Ears sind für viele ein seltsames Erlebnis, sie isolieren komplett von der Umwelt. Das ist exakt so, als habe man Schaumstoff in den Ohren", ergänzt Rietschel. Besonders für Läufer in der Stadt ist das gefährlich: "Sie hören die Umgebung nicht, da laufen sie leicht in jedes Verkehrsmittel." Es gebe jedoch auch In-Ear-Varianten mit Silikonstück, die sich in der äußeren Hörmuschel abstützen und das Ohr nicht komplett abschirmen. "Sie sitzen dadurch locker, aber trotzdem sicher."

Die Alternative sind Kopfhörer mit Nacken- oder Ohrbügel. Sie bieten stabilen Halt und unterscheiden sich sonst kaum von herkömmlichen Stöpseln. Die Nackenbügel sind jedoch meist nicht verstellbar - entweder ein Modell passt oder nicht. "Deshalb sollte ich die Kopfhörer am besten schon im Laden aufsetzen", rät Rietschel. Manche Bügelkopfhörer haben auch zusätzlich In-Ear-Stöpsel. "Natürlich spielt bei der Wahl des Kopfhörers auch die Verwendung eine Rolle", sagt Lücke. So fördert die Abgeschirmtheit von In-Ears im Fitnessstudio womöglich die Konzentration, beim Laufen möchte der Sportler aber vielleicht etwas von der Umgebung mitbekommen.

Was manche als störend empfinden, sind die Kopfhörerkabel. Dann eignet sich ein Bluetooth-Modell, das meist einen klassischen Bügel hat. Der große Nachteil: "Bluetooth-Kopfhörer klingen einfach nicht so gut wie Kabelkopfhörer", findet Rietschel. Der Funkstandard sei ursprünglich für eine stabile Sprachübertragung gedacht gewesen, dafür reiche ein enger Frequenzbereich. Musik habe aber eine Bandbreite von 15 bis 20 Kilohertz. "Im direkten Vergleich klingt sie auf einem normalen Kopfhörer mit Kabel um Lichtjahre besser." Die Übertragung sei bei Bluetooth aber generell störungsfrei.

Nicht nur guter Halt ist wichtig, auch der Sound sollte passen. Doch auch da wird es schwierig: "Das ist ein bisschen wie eine Wundertüte", sagt Rietschel. "Der eine findet den Klang gut, der andere weniger. Sie kriegen da vielleicht ein ähnliches, aber kein gleiches Ergebnis." Die Qualität hänge stark von der Form des Gehörgangs ab. Für Sportler ist es besonders wichtig, dass die Hörer wasserabweisend sind, damit ihnen Schweiß nichts anhaben kann. Auswahl gibt es genug: Hersteller wie Philips, Sennheiser oder JVC haben In-Ear- und Bügelvarianten für Sportler im Sortiment, die bei rund 10 Euro beginnen, aber auch mehr als 100 Euro kosten können.

Philipp Laage, dpa

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