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18.02.2009
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Istanbul
Zwischen Minaretten und Wolkenkratzern

Mehr als zweieinhalb Jahrtausende nach seiner Gründung ist Istanbul mit all seinen Widersprüchen quicklebendig. Chaotischer Straßenverkehr umtost Baudenkmäler, stille Hotelpaläste und gläserne Bürotürme. Kaffeehaus-Tradition und weltläufige Spitzenküche bestehen in der türkischen Metropole am Bosporus einträchtig nebeneinander.

Istanbul - Nachts ist das Schiffsballett auf dem Bosporus ein farbenfrohes Schauspiel. Partylämpchen wippen an Deck der vorbeigleitenden Yachten, kunterbunt beleuchtete Container auf riesigen Frachtschiffen flackern wie Riesenlampions. Überfüllte Fähren, gigantische Kreuzfahrtdampfer, graue Kriegsschiffe - sie alle begegnen sich mit blinkenden Lichtern und stampfenden Motoren.

Die Gäste des "Vogue" im Stadtviertel Besiktas haben für diese imposante Istanbul-Show Logenplätze gebucht. Sie sitzen im 13. Stock eines Bürohochhauses auf der Restaurantterrasse vor einer Glasbalustrade oder genießen den Anblick von den weißen Polstern der Open-Air-Lounge aus. Wenn sich das schicke Szenevölkchen satt gesehen hat und sich Sashimi von Thunfisch und Rindfleischstreifen mit Auberginensalat zuwendet, läuft auf den Flachbildschirmen rund um die Bar bereits eine weitere Vorstellung: Dort schreiten Models in Armani oder Galliano über den Laufsteg.

Istanbul - einst als Byzanz gegründet, später Konstantinopel genannt - mag mehr als zweieinhalb Jahrtausende alt sein, aber kaum eine andere Metropole der Welt hat ihr Erscheinungsbild in den letzten Jahren so radikal modernisiert.

Die jungen Frauen im "Vogue" tragen zum Minirock freche Kurzhaarfrisuren statt traditioneller Kopftücher, zwischen Moscheen und Sultanspalästen ragen moderne Glastürme auf. Internationale Designerboutiquen von Chanel bis Prada konkurrieren mit dem Großen Basar, wo die Geschäfte "Ali Baba" oder "Sultan Mehmet" heißen. In den großen Hotels tun sich Wellnesswelten auf, in denen der klassische Hamam nur noch eine Nebenrolle spielt.

Wer als Tourist nur für einige Tage hierherkommt, kann diese einzigartige Stadt kaum in all ihren Facetten erfassen. Mindestens 15 Millionen Menschen wohnen in Istanbul, Schätzungen von Experten liegen weit darüber.

Reisende erleben bizarre Momentaufnahmen der städtebaulichen Auswüchse, wenn sie nicht auf dem stadtnahen Atatürk-Flughafen, sondern auf der asiatischen Seite in Sabiha Gökçen landen. Knapp eine Stunde fährt man dann im Bus oder Taxi, zunächst durch einen Flickenteppich aus wuchernden Satellitenvierteln mit ihren unzähligen Turmbauten.

Irgendwann verdichten sich die Häuser zu einer endlosen hügeligen Masse, bis der Bosporus als glitzernde Grenze den Blick freigibt auf die europäische Seite der Stadt, die sich entlang der Wasserstraße zwischen Marmaraund Schwarzem Meer erstreckt und durch das Goldene Horn geteilt wird.

Das touristische Zentrum reicht von Ortaköy im Norden bis zum Altstadtviertel Sultanahmet. Einen ersten Überblick bietet die Aussicht von einem der zeitlos eleganten Zimmer im ehrwürdigen Hotel "The Ritz-Carlton", das sich wie ein riesiger Glasmonolith unterhalb des lebhaften Taksim-Platzes erhebt. Das Restaurant "Çintemani" führt dezent in die türkische Küche ein, unterscheidet auf der Karte aber nach Ost und West: Hiesige Klassiker wie manti (mit Hackfleisch gefüllte Teigtaschen), Rote-Bete-Ravioli in Joghurt-Tomaten-Sauce und Minze-Chili-Öl begegnen vertraut Mediterranem wie Champagner-Risotto; alles ist zurückhaltend gewürzt.

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