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18.07.2008
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Tipps für Vielfahrer
Pausen für den Rücken

Fast drei Viertel aller Berufstätigen haben irgendwann Rückenprobleme. Wer im Job viel Auto fährt, sollte auf seine Wirbelsäule achten. Ständige Erschütterungen und die angespannte Haltung hinter dem Lenkrad belasten den Rücken. Einige einfache Tipps können Abhilfe schaffen.

Düsseldorf - Vielfahrer wissen ein Lied davon zu singen: Autofahren kann ganz schön auf die Knochen gehen. Eingezwängt in eine mehr oder weniger einseitige Haltung, beim Bremsen, Beschleunigen und in Kurven unterschiedlichsten Kräften ausgesetzt, von ständigen Erschütterungen geplagt, schmerzt die Wirbelsäule, zwickt der Nacken, dröhnt der Kopf.

  Gestresste Vielfahrer:   Wer viel Zeit hinter dem Steuer verbringt, sollte auf seine Wirbelsäule achten und immer wieder kleine Pausen einbauen - sonst rebellieren irgendwann die Bandscheiben
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DAK/Schläger

Gestresste Vielfahrer:
Wer viel Zeit hinter dem Steuer verbringt, sollte auf seine Wirbelsäule achten und immer wieder kleine Pausen einbauen - sonst rebellieren irgendwann die Bandscheiben

Könnte die Wirbelsäule sprechen, dann würde sie wohl am lautesten zu hören sein. Schließlich fühlt sie sich doch eigentlich in einer S-Form am wohlsten. Nur dann stehen die Gelenke der einzelnen Wirbel passend aufeinander. An den Ansätzen der Muskulatur wird in dieser Position ebenso wenig gezogen wie an den stabilisierenden Bändern. Und auch die Bandscheiben können in diesem ausgewogenen S-Schwung ihrer Pufferfunktion am besten gerecht werden.

Doch im Auto ist alles anders. Bevor sich Fahrzeugentwickler um die anatomischen Gegebenheiten kümmern können, müssen sie erst einmal dem Sicherheitsanspruch gerecht werden. Rückhaltesysteme und der Sitz sind deshalb in erster Linie so gestaltet, dass im Falle eines Unfalls niemand unter dem Gurt hindurch tauchen kann.

Aus diesem Grund ist auch die Sitzfläche immer mehr oder weniger nach hinten geneigt, der Winkel zur Lehne stets kleiner als 90 Grad. Im Ernstfall ist das lebensrettend. Im Alltag zwingt diese Stellung des Sitzes den Rücken aber nahezu in eine C-Form, da das Becken nicht mehr richtig aufgerichtet werden kann. Wie bei einem Gummiband werden die elastischen Muskelfasern der Rückenseite dadurch auseinandergezogen.

Diffuser Ermüdungsschmerz

Zuerst protestieren dagegen die Punkte, an denen die Rückenstrecker festgemacht sind, mit einem diffusen Ermüdungsschmerz - häufig in der Lendenwirbelsäule, aber auch der Nacken oder die Halswirbelsäule können betroffen sein. Kopfschmerzen oder Durchblutungsstörungen in den Armen oder Beinen können die Folge sein. Sobald eine andere Position eingenommen wird oder man sich eine Pause gönnt, verschwinden diese Beschwerden meist recht schnell.

Die einseitige Rundung der Körperrückseite führt aber auch dazu, dass die Bandscheiben immer einseitig zusammengedrückt werden. Das verhindert zum einen, dass sie sich immer wieder mit Flüssigkeit vollsaugen können, um ihre Höhe und damit ihre Dämpfungseigenschaften zu behalten. Zum anderen kann es durch den Druck auch dazu kommen, dass die Bandscheibe wie der Inhalt eines Hamburgerbrötchens, in das man hineinbeißt, herausquillt und gegen die nahe gelegenen Nerven drückt. Das führt zu heftigen Schmerzen. Der Arzt wird dann eine Bandscheibenvorwölbung oder gar einen Bandscheibenvorfall diagnostizieren.

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