Sonntag, 29. Mai 2016

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Whisky zur Finanzkrise Lehman Brothers kehrt zurück

Lehman Brothers kehrt zurück - als Whiskymarke - und vielleicht bald auch als Bar

Die New Yorker Bank Lehman Brothers ist das Sinnbild der Finanzkrise 2008. Ihr Untergang im September 2008 ließ das Kartenhaus, das Banken weltweit aus Subprime-Krediten, CDS und anderen wahnwitzigen Finanzprodukten aufgebaut hatten, zusammenstürzen.

Und genau auf dieser Marke will ein 34-Jähriger Brite nun ein neues Unternehmen aufbauen. Allerdings kein Bankgeschäft, sondern etwas, was sich in der Finanzwelt ebenfalls großer Begeisterung erfreut: Whisky.

Die Idee, unter der Marke Lehman Brothers Whisky zu verkaufen, sei ihm bereits vor mehr als zwei Jahren gekommen, erzählt James Green im Gespräch mit manager-magazin-online. Bei einem feucht-fröhlichen Treffen mit seinen Freunden. Mit Unterstützung eines gewieften Markenrechtlers gelang es dem Unternehmer dann nach eigenen Angaben auch, die Markenrechte zu erlangen - für Spirituosen und Bars.

Doch dann bekam das Bankhaus Barclays Wind von der Sache. Die Bank, die Reste von Lehman aufgekauft hatte, versuchte die Whiskywerdung zu verhindern, so Green. Und legte Widerspruch gegen die Lizenzerteilung ein. Was Green mit einer Gegenklage konterte. In der Hoffnung, Barclays so zum Einlenken zu bewegen.

Doch weit gefehlt. Eine Einigung der beiden Streitparteien ist aktuell nicht in Sicht. "Sie sind eben eine hartherzige Bank", klagt Green. Dabei habe der Name Lehman Brothers im Bankenbereich keinerlei Wert mehr. "Das ist reines Gift."

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