Dienstag, 27. Juni 2017

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Kleine mm-Lebenshilfe Müde? Das sind die zehn wohl besten Kaffeemaschinen

Feinschmecker-Top-Ten: Die zehn besten Kaffeemaschinen
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Christian Lohfink

Klassischer Siebträger oder durchgestylter Vollautomat - die Auswahl an Kaffeemaschinen ist riesig. Welches Gerät am besten ist, hängt von den Kaffee-Vorlieben ab. Die Experten des Magazins "Der Feinschmecker" haben ihre Favoriten gekürt.

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Heft 6/2017

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Beginnen wir mal ganz ketzerisch: Für den Genuss eines tollen Kaffees braucht man gar keine Maschine. Kochendes Wasser, eine Handmühle fürs frische Aroma, ein Filter (am besten aus Porzellan wie bei der Karlsbader Kanne), fertig - der damit aufgegossene Kaffee bringt feinste Aromen zur Geltung.

Nicht so leicht haben es die Liebhaber des italienischen caffè, des Espressos also. Sie benötigen definitiv ein Gerät, das bei hohem Druck (im Idealfall neun Bar) heißes Wasser durch einen Siebträger mit dunkel geröstetem Kaffee presst, worauf der nahezu dickflüssige Espresso langsam in die Tasse fließt - in Form eines Mäuseschwänzchens, wie Kaffee-Profis gern sagen.

Hat der Barista alles richtig gemacht, zeigt sich in der Tasse der vermeintliche "kleine Schwarze" in Wahrheit hübsch haselnussbraun, mit einer geschlossenen, leicht öligen Oberfläche: Die sogenannte Crema birgt viele nussig-würzige Aromen in sich. Keine Crema, kein Espresso, sagen Puristen, die in Italien an jeder Autobahnraststätte auf ihre Kosten kommen, dank erfahrenen Baristas und wuchtigen Siebträgermaschinen, die dort rund um die Uhr angeschaltet bleiben.

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Auch zu Hause kriegt man den perfekten Espresso nur mit Profi-Equipment hin (Siebträgermaschine plus elektronische Mühle, ab etwa 2000 Euro), mit viel Zeitaufwand und Übung: Sehr viele Faktoren prägen den Espressogeschmack und sind potenzielle Fehlerquellen - Mahlgrad, Kaffeemenge, Druck mit dem Press- Stempel ("Tamper") auf den Siebträger,… Handarbeit halt. Kein Wunder, dass Barista-Kurse bei Profis wie im Frankfurter Lavazza- Zentrum gefragt sind.

Gegen den Frust zu Hause versprechen die Vollautomaten Abhilfe. Mit one-touch-Funktion füllen sie nach nur einem Tastendruck Cappuccino in die Tasse. Die Geräte sind Kaffeemaschinen, Mühlen und Milchschäumer in einem. Da sie die Arbeit eines Baristas ersetzen sollen, machen die vielen Funktionen sie recht groß, schwer und teuer: Solide Geräte sind kaum unter 800 Euro zu haben.

Zudem gibt es leicht Probleme mit der Hygiene - der warme, feuchte Kaffeesatz im Behälter schimmelt sehr schnell, während die fette Milch die Leitungen verstopft, die permanent gespült werden müssen - und mit dem Wasser, dessen Kalkanteil sich in den Geräten ablagert und sie binnen weniger Monate ruinieren kann. Darum sollte man unbedingt einen Wasserfilter anschaffen; bei vielen Geräten wird er mitgeliefert, muss aber regelmäßig ausgetauscht werden.

Der Rest ist eine Frage des Geldbeutels und vor allem des Geschmacks. Wir haben die interessantesten Neuheiten in der Redaktionspraxis ausprobiert - und können zehn Geräte empfehlen.

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