Montag, 20. August 2018

Er hatte weltweit die meisten Michelin-Sterne Jahrhundert-Koch Joël Robuchon ist tot

Schon zu Lebzeiten eine Legende: Joël Robuchon war der Koch mit den weltweiten meisten Michelin-Sternen

Er wurde mit Kartoffelpüree berühmt und hatte weltweit die meisten Michelin-Sterne: Nun ist der französische Starkoch Joël Robuchon im Alter von 73 Jahren gestorben, wie Regierungssprecher Benjamin Griveaux am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Er nannte ihn einen "visionären Koch".

Von Paris bis Shanghai habe Robuchon die französische Gastronomie "zum Strahlen gebracht", schrieb Griveaux. "Er wird auch weiterhin die junge Generation von Köchen inspirieren." Nach Angaben der Zeitung "Le Figaro" erlag der Spitzenkoch in Genf den Folgen eines Krebsleidens.

Berühmt wurde Robuchon zu Beginn der 1980er Jahre mit einem scheinbar einfachen Gericht: Kartoffelpüree. Dafür nehme er nur die allerbesten Zutaten, verriet der Koch. Im Laufe seines Lebens sammelte er mit seinen Gourmettempeln dann insgesamt 31 Michelin-Sterne, so viele wie kein anderer Spitzenkoch.

Der Gourmetführer Gault et Millau kürte Robuchon 1990 zum "Koch des Jahrhunderts" - gemeinsam mit Frankreichs Gourmet-"Papst" Paul Bocuse, dem Österreicher Eckart Witzigmann und dem Schweizer Frédy Girardet. Dennoch blieb Rebuchon dem breiten Publikum weniger bekannt als Bocuse, der im Januar im Alter von 91 Jahren starb.

In Paris betrieb Robuchon zwei Spitzenrestaurants unter dem Namen "L'Atelier". Der verstorbene deutsche Gourmetkritiker Wolfram Siebeck lobte einmal deren "Kombination von feinster Qualität, höchster Präzision und ungewohnter Delikatesse", gepaart "mit der Funktionalität eines großstädtischen Lunchcounters". Feinschmecker konnten Robuchons Kreationen unter anderem auch in New York, Las Vegas, London, Tokio und Genf kosten.

afp/mh

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