Montag, 20. August 2018

Sonderschichten in der Eisindustrie Hitze treibt Eiskonsum auf Zehn-Jahres-Hoch

Lecker: In Deutschland essen die Menschen zurzeit so viel Eis wie seit Jahren nicht.

Mehr als 30 Grad im Schatten - was gibt es da besseres, als ein leckeres Eis?

Das sagen sich zurzeit offenbar ziemlich viele Menschen hierzulande. Die Folge: Wegen der Hitzewelle könnte der Pro-Kopf-Verbrauch an Eis nach einer Schätzung der deutschen Süßwarenindustrie auf ein seit mehr als zehn Jahren nicht mehr erreichtes Hoch steigen.

"Bei Anhalten des schönen Wetters gehen wir davon aus, dass die Acht-Liter-Marke 2018 auf jeden Fall überschritten wird", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie, Ernst Kammerinke, der "Saarbrücker Zeitung". Mit 8,1 Litern hatte der Verbrauch zuletzt im Jahr 2007 die Acht-Liter-Marke überschritten. 2003 hatte der Verbrauch sogar bei 8,7 Litern gelegen.

Die Hersteller würden Sonderschichten fahren, sodass keine Eisknappheit zu befürchten sei, sagte Kammerinke. Vanille sei immer noch die beliebteste Sorte vor Schokolade und Nuss. Rund 80 Prozent des in Deutschland hergestellten Eises wird industriell produziert, 20 Prozent entfallen auf die Eisdielen.

cr/dpa

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