Freitag, 15. Dezember 2017

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Der "Guide Michelin" für 2018 Neuer Drei-Sterne-Tempel in München

Guide Michelin 2018: Das sind Deutschlands Drei-Sterne-Restaurants
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DPA

Es wird bunter, abwechslungsreicher und vegetarischer in deutschen Spitzenrestaurants. Zugleich steigt die Zahl der Michelin-Sterne auf ein Rekordhoch. In München kommt ein neuer Drei-Sterne-Tempel dazu - der elfte hierzulande. Frauen sind unter den ausgezeichneten Spitzenköchen allerdings immer noch deutlich unterrepräsentiert.

Vom Algenkaviar bis zur Dorade mit Koriander: Die Deutschland-Ausgabe 2018 des "Guide Michelin" schmückt 300 Restaurants, und damit mehr als je zuvor, mit Sternen. Außerdem kürten die Tester des Hotel- und Restaurantführers am Dienstagabend in Potsdam den elften Drei-Sterne-Tempel in Deutschland. Küchenchef Jan Hartwig aus dem "Atelier" im Münchener Hotel "Bayerischer Hof" freute sich über die höchste Auszeichnung. "So etwas kann man nicht erwarten, ich bin total zufrieden", sagte er und strahlte.

Michael Ellis, internationaler Direktor des Restaurantführers, bescheinigte der hiesigen Gourmetszene eine große Dynamik und weiter steigende Qualität. "Deutschland ist im internationalen Vergleich zu einem Top-Standort für hochklassige Küche geworden", sagte Ellis anlässlich der Sterne-Gala in der Metropolis-Halle in Potsdam-Babelsberg.

Das sind Deutschlands Drei-Sterne-Restaurants

Die Zahl der Zwei-Sterne-Häuser steigt in der Ausgabe für 2018 auf 39, darunter sind vier neue Häuser. Insgesamt 250 Restaurants erhalten einen Stern. Die deutsche Ausgabe schließt auch ein Restaurant mit einem Stern im österreichischen Kleinwalsertal mit ein. 2017 waren es insgesamt noch 292 Sterne-Restaurants gewesen.

Neue Häuser mit zwei Sternen gibt es im baden-württembergischen Zweiflingen-Friedrichsruhe ("Le Cerf"), im hessischen Geisenheim ("Schwarzenstein"), im niedersächsischen Bad Bentheim ("Keilings Restaurant") und im schleswig-holsteinischen Wangels ("Courtier").

Erstmals zwei vegetarische Restaurants mit einem Stern

Insgesamt 29 Restaurants dürfen sich neu mit einem Stern schmücken, sieben davon in Nordrhein-Westfalen. Allerdings verlieren auch zahlreiche Adressen ihre Wertungen, darunter drei Zwei-Sterne-Restaurants. In einigen Fällen geschah das aus Zeitgründen nach einem Wechsel, wenn die Qualität der neuen Küche nicht mehr rechtzeitig getestet werden konnte.

Der Direktor des "Guide Michelin" Deutschland/Schweiz, Ralf Flinkenflügel, bezeichnete den neuen Drei-Sterne-Koch Hartwig als "Shooting Star" der Szene. Er habe erst vor zwei Jahren den zweiten Stern bekommen. "Er ist nun an einem Punkt angekommen, dass er nicht nur in Deutschland, sondern auch in der internationalen Küche zur absoluten Spitze gehört", sagte Flinkenflügel.

Der 35-jährige Top-Koch berichtete: "Bei mir liegt die volle Betonung auf dem Geschmack der Produkte." Derzeit gebe es zum Beispiel zarte Taubenbrust, dazu Keule, plus Birne und Zwiebeln. "Da liegen wenige Teile auf dem Teller, aber sie sind unheimlich aromatisch."

Die Spitzen-Küche spiegelt auch gesellschaftliche Trends wider: Vegetarische Gerichte gewinnen an Bedeutung. Erstmals gibt es zwei Restaurants mit einem Stern, die rein vegetarisch kochen: das "Cookies Cream" (neu) in Berlin und das "Seven Swans" (Stern bestätigt) in Frankfurt am Main.

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