Donnerstag, 17. Januar 2019

Restaurantführer Gault&Millau an Russen verkauft

Weltbekannter Restaurantführer "Gault&Millau" an Russen verkauft

Beim französischen Gastronomieführer "Gault&Millau" sind nach Angaben des bisherigen Eigentümers Côme de Chérisey russische Investoren eingestiegen. Sie hätten die nötigen Finanzmittel, um den Gourmet-Ratgeber weiterzuentwickeln und wollten kurzfristig mehrere Millionen Euro in das Unternehmen pumpen, sagte der bisherige Eigentümer in Paris. Über den Wert der Transaktion wurde nichts bekannt.

Die Übernahme betreffe die Holdinggesellschaft, die Eigentümerin der Marke sei, fügte de Chérisey hinzu. Ausgaben in Deutschland und rund 20 weiteren Ländern würden jeweils selbstständig in einem Lizenzsystem geführt - das solle auch künftig so bleiben.

Die nicht näher genannte Familie aus Russland wird von dem Moskauer Rechtsanwalt Wladislaw Skworzow vertreten. Die neuen Eigentümer werden zudem mit der staatlichen russischen Bank VTB in Verbindung gebracht.

Christian Millau und sein Journalistenkollege Henri Gault hatten 1969 ihr eigenes Magazin gegründet, zu dem dann ein jährlicher Restaurantführer hinzukam. Mit diesem erkämpften sie sich einen Platz neben dem berühmten "Guide Michelin".

Mit einem 1973 veröffentlichten Manifest prägten Millau und Gault den Begriff der "Nouvelle Cuisine" - und trugen maßgeblich dazu bei, diese neue Kochbewegung weltbekannt zu machen. Gault war im Jahr 2000 gestorben, Millau 2017.


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Der "Gault&Millau" bewertet Restaurants nach dem französischen Schulnotensystem mit 0 bis 20 Punkten. 1983 erschien die erste deutsche Ausgabe des Restaurantführers, zehn Jahre später folgte auch ein "Weinguide Deutschland". Erst im November hatte der Gault&Millaut den besten deutschen Koche ausgezeichnet - mit dem Ergebnis, dass hierzulande die besten Köche auf Sylt ihr Werk tun.

dpa/afp/akn

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