Freitag, 15. Dezember 2017

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Chef von japanischer Sushi-Kette ersteigert Thunfisch für 609.000 Euro Teurer Happen

Ein 212 Kilogramm schwerer Blauflossen-Thunfisch ist in Japan für den Preis von 74,2 Millionen Yen (609.000 Euro) versteigert worden. Den Zuschlag bei der ersten Auktion des neuen Jahres auf dem weltberühmten Tokioter Fischmarkt Tsukiji erhielt am Donnerstag der Besitzer der Sushi-Restaurantkette Sushi Zanmai. Der Kauf komme ihn zwar "ein bisschen teuer" zu stehen, aber er sei froh, den Zuschlag für den "wohlgeformten" Thunfisch bekommen zu haben, sagte Kiyoshi Kimura. Würde er den Preis an seine Kunden weitergeben, würde ein Stück Thunfisch-Sushi bei Sushi Zanmai 81 Euro kosten.

Seit nunmehr sechs Jahren in Folge ist er der stolze Sieger der Neujahrsauktion. Im Jahr 2013 hatte er für einen 222 Kilogramm schweren Blauflossen-Thunfisch einen Rekorderlös von 155,4 Millionen Yen bezahlt.

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Die hohen Preise bei der Neujahrsauktion liegen nicht so sehr an der Qualität des Fisches. Vielmehr ist das Ganze eine geschickte PR-Aktion zum Auftakt des neuen Geschäftsjahres, über die Medien denn auch alljährlich berichten. Kimuras Thunfisch stammt aus dem Norden Japans, der Thunfisch-Hochburg des Inselreiches.

Nirgendwo sonst auf der Welt wird soviel Blauflossen-Thun gegessen wie in Japan. Die globale Überfischung hat dazu geführt, dass die Art in ihrem Bestand stark gefährdet ist. Seit Jahren arbeiten japanische Forscher daher an einer Züchtungsmethode für den begehrten Fisch.

Für Tokios Fischmarkt Tsukiji war es wohl die letzte Neujahrsauktion von Thunfischen. Denn das 1935 errichtete Mekka der Fischliebhaber soll - voraussichtlich bis Ende dieses Jahres - in neue Hallen auf einer nahegelegenen künstlichen Insel im Stadtteil Toyosu umziehen.

dpa/AFP/mh

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