Dienstag, 12. Dezember 2017

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Der große Champagner-Test Die besten Bruts

Champagnertest: Die Sieger aller Kategorien im Überblick
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Corbis

7. Teil: Kategorie 3: Cuvées

In der erwartungsgemäß größten 3. Kategorie traten Champagner gegeneinander an, die aus den Traubensorten der Champagne komponiert sind: Chardonnay plus Pinot Noir und Pinot Meunier, wie die Pinot Noir eine Traube mit roten Beeren aber weißem Saft.

Noch vor dreißig Jahren war die Pinot Meunier-Traube, deutsch Schwarzriesling oder Müllerrebe, die dominierende Traube in der Champagne. Sie folgte der ursprünglich meistangebauten Sorte Gamay, die in der AOC 1927 verbannt und nach einer wegen des Kriegs verlängerten Übergangsfrist 1980 endgültig eliminiert wurde.

Die Pinot Meunier-Traube liegt heute hinter Pinot noir auf Platz zwei und der Tag ist nicht fern, an dem sie vom Chardonnay überholt werden wird. Vielleicht gewinnt sie deswegen immer mehr Fans und gilt bei einigen jungen Winzern als Rebsorte für ausdrucksstarke, eigenwillige Champagner. Die vier weiteren, in der Champagne zugelassenen Sorten Pinot blanc, Pinot gris, Arbanne und Petit Meslier spielen nur bei ausgesprochene Spezialitäten eine Rolle - aber mit steigendem Anteil.

Strahlender Sieger in der 3. Kategorie die Cuvée Paradis von Alfred Gratien, gefolgt von Veuve Fourny, Bruno Paillard, Heidsieck-Monopole, Taittinger, Duval-Leroy und Gosset. Dichtauf und punktgleich: Louis Roederer, Laurenti, Vranken, Savart, Duval-Leroy und Nicolas Feuilatte. Auch die restlichen Weine in dieser Kategorie gefielen gut; leicht getrübt von drei Korkschmeckern und zwei Flaschen, die möglicherweise zu lange im Licht gestanden hatten. Sie wiesen die bei einem "coup de lumière" häufig auftretenden Bittertöne auf.

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