Donnerstag, 22. Juni 2017

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Der große Champagner-Test Die besten Bruts

Champagnertest: Die Sieger aller Kategorien im Überblick
Fotos
Corbis

11. Teil: Das Fazit der Verkostung

Das Fazit dieser Verkostung: Auf der Hunderterskala sind Unterschiede bei den besten Weinen in den einzelnen Kategorien kaum feststellbar (und selbst für Kenner nicht herauszuschmecken). Deutlicher sind die Unterschiede zwischen den Blancs de Blancs und den reinsortigen Pinot Noirs. Die Cuvées liegen erwartungsgemäß dazwischen.

Bemerkenswert, wie sich die Weine mit Jahrgang von den Standardchampagnern absetzten: Die sorgfältigere Selektion des Traubenguts und die längere Reifung zeigen Wirkung: Feiner, eleganter, aromatischer, feinperliger und länger im Abgang. Leider meistens in Verbindung mit höheren Preisen.

Fast vergessen: Weil auch nach diesem Test wieder gefragt werden wird, ob die 12- Euro-Champagner aus dem Angebot der Discounter mit den vier- oder fünf-Buchstaben-Namen bei diesem Test auch dabei waren? Ja, die Grafen und Witwen waren alle dabei: der Comte de Brismand, die Comtesse Marie-Louise und die Witwen Durand und Monsigny. Alle drei hinterliessen in der absolut blind durchgeführten Verkostung einen so schlichten Eindruck, dass sie es auf kein Treppchen geschafft haben. Mehr darüber unter dem Stichwort Billigchampagner.

Das Gerücht, wonach diese Discounterbrausen unter den Champagnern das beste Preis-Leistungsverhältnis brächten, wird sich dennoch nicht ausrotten lassen. Jedenfalls nicht solange sie von der teilstaatlich finanzierten Stiftung Warentest jedes Jahr aufs Neue hochgejubelt werden. Aber das kennen wir ja auch beim Olivenöl.

Hier geht es zur Fotostrecke mit den besten Champagnern in den sechs Kategorien im Gesamtüberblick.





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