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09.01.2013
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Historische Spirituosen
Hochprozentiges Anlagemodell

Von Alexander Grau

Historische Spirituosen: Seltene Kostproben
Fotos
Triobar

Geschmackserlebnis oder überteuerter Essig - wer sich alte Weine zulegt, geht immer ein Risiko ein, dass der Tropfen nicht mehr gut ist. Anders bei Spirituosen. Sie können Jahrhunderte überdauern, ohne stark an Qualität zu verlieren. Deshalb eignen sie sich sogar als Geldanlage.

Berlin - Man kann alles Mögliche sammeln: Alte Uhren, alte Bücher, alte Programmhefte, altes Spielzeug, alte Möbel - egal, nur alt sollte es sein. Das praktische dabei ist: Alt werden sie Sachen von alleine, man muss sie nur einigermaßen sicher aufbewahren. Und ganz nebenbei werden die meisten Dinge, wenn sie erst ein gewisses Alter überschritten haben, fast automatisch immer wertvoller. Schon einmal ein hochwertiges Louis-quatorze-Schränkchen gekauft oder die erste Auflage der "Wahlverwandtschaften"? - Genau.

Auf jeden Fall sinnvoll ist es, wenn man mit den gesammelten Objekten auch etwas anfangen kann. Antike Möbel kann man benutzen und ganz nebenbei schlagen sie so genannte "Designermöbel" ästhetisch um Längen. In alten Büchern kann man lesen, alte Schellackplatten kann man anhören. Da ist die Briefmarkensammlung schon weitaus weniger praktisch.

Wunderbar sind natürlich auch alte Weine: die kann man nämlich auch noch trinken. Dass sie keine schlechten Geldanlagen sind, ist dabei fast schon Nebensache. Doch immerhin: Ein Bordeaux der großen Jahrgänge, wie etwa ein 1961er Latour, kann schon mal 5000 Euro kosten - und eine Flasche des legendären 1870er Lafite-Rothschild erreicht auf Aktionen den Preis eines Mittelklassewagens.

Der Nachteil alter oder gar sehr alter Weine ist allerdings offensichtlich: im Grunde weiß man nicht, was man da kauft. Hält man ein Geschmackserlebnis der besonderen Art in der Hand oder nur eine etwas überteuerte Flasche Essig? Das ist nicht nur für den potentiellen Genießer eine entscheidende Frage, sondern auch für den Investor - und macht den Kauf alter Weine auf Aktionen oder aus Kellerauflösungen zum schlecht kalkulierbaren Risiko.

Spirituosen überdauern Jahrhunderte

Etwas weniger problematisch sind in dieser Hinsicht alte Spirituosen: Cognac, Armagnac, Whisky, Rum oder Gin haben den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass sie auch bei unaufmerksamer Lagerung in Opas Hobbykeller Jahrzehnte überdauern können. Und wenn man sich etwas Mühe gibt, dann übersteht eine Spirituose aufgrund ihres Alkoholgehaltes problemlos Jahrhunderte: Sollte sich also die Investition in die 150 Jahre alte Rumflasche finanziell als Flop herausstellen, kann man sich immerhin noch gepflegt und stilsicher betrinken.

Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass man zu dieser Notlösung greifen muss denkbar gering. "Die Anlage in alte Spirituosen ist eine recht sichere Sache", weiß Michael Meinke, Inhaber und Betreiber der Triobar Berlin, in der man nicht nur längst verloren geglaubte Raritäten kosten, sondern sich auch einen Cocktail zubereiten lassen kann - genau so, wie er vor 100 Jahren geschmeckt hat.

Meinke ist ursprünglich Ökonom und weiß daher, wovon er spricht. "Man sollte ein wenig Ahnung haben", mahnt der ehemalige Berater, "ist das der Fall, dann kann man sehr hohe Renditen erzielen, die weit über dem liegen, was Aktien bringen können". Hinzu käme, dass die Wertsteigerung bei Spirituosen, ähnlich wie bei Wein oder Kunstwerken, beständiger sei als bei Wertpapieren: "Bei Spirituosen und anderen Luxusgütern ist der Markt von der Leidenschaft der Käufer abhängig. Es müssten schon alle Sammler aussterben, und das ist", lächelt Meinke, "doch eher unwahrscheinlich".

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Antike Spirituosen probieren

In der Triobar Berlin können Sie die raren Spirituosen pur oder im Drink kosten:
Triobar - Institut für angewandte Barkultur
Telefon: 0163 2075677
www.triobar.net

Bei Uwe Wagmüller von Finest Whiskey können alte und rare Whiskys bezogen werden:
Finest Whisky Berlin
www.finestwhisky.de









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