Sonntag, 19. April 2015

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Die besten Spezialitäten Der große Champagner-Test

9. Teil: Champagner ohne Dosage: Gute Tropfen für echte Freaks

Großen Zuspruch fand die Kategorie "Champagner ohne Dosage". Die großen Zeiten der süßen Champagner sind schon lange vorbei. Der Anteil an Champagnern mit der Dosage-Bezeichnung "sec","demi-sec" oder "doux", was bis zu 50 Gramm Zucker pro Liter entspricht, tendiert bei den meisten Häusern gegen Null. Diese Weine werden allenfalls noch nachgefragt als Dessertchampagner oder von ganz bestimmten ausländische Märkten.

Die Champagner für die Freaks sind heute die Weine ohne Dosage, nature und pure. Als ich in den frühen siebziger Jahren zum ersten mal in der Champagne war, wurde mir verwehrt, einen Wein vor der Dosagezugabe zu probieren "das möchten wir nicht, das schmeckt nicht". Die Verkostung hat bewiesen, dass viele der charaktervollsten, zupackendsten Champagner jene sind, die ohne Dosage abgefüllt wurden. Die präzisen und schnörkellosen Weine sind zugegebenermassen etwas für Liebhaber und erfahrene Champagnertrinker - besonders dann, wenn der Winzer auch noch auf die malolaktische Gärung verzichtet hat, um dem Wein noch mehr Säure mitzugeben.

In der Blindprobe gab es keine Enttäuschungen. Besonders gut gefallen haben die Weine von Pol Roger, André Clouet, Charles Dufour, Olivier Horiot, Jacquessson (alle auf dem ersten Platz) gefolgt von Saint Gall, Duval-Leroy. Das weitere Feld, angeführt von Pierre Gimmonet folgte dichtauf.

Hier geht es zu den Weinen ohne Dosage im mmo-Champagnertest.

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