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07.11.2012
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Kevin Fehling
Deutschland hat seinen zehnten Drei-Sterne-Koch

Einfache Rezepte, großer Genuss: Koch Fehling hat jetzt drei "Michelin"-Sterne
DPA

Einfache Rezepte, großer Genuss: Koch Fehling hat jetzt drei "Michelin"-Sterne

Deutschland steigt die Gourmettreppen weiter nach oben: Noch nie gab es hierzulande so viele Sterne-Restaurants, wie laut neuem "Michelin"-Führer. Zudem kürt das Leitmedium den zehnten deutschen Drei-Sterne-Koch: Es ist Kevin Fehling vom "La Belle Epoque" in Lübeck-Travemünde.

Karlsruhe - Als Kind aß er am liebsten Salamipizza, und die mag er noch immer gern - "nur mit scharfen Peperoni". In seiner Restaurantküche greift der 35-jährige Kevin Fehling inzwischen nach den Sternen. Der jüngste deutsche Drei-Sterne-Koch führt Regie im "La Belle Epoque" in Lübeck-Travemünde.

Nicht nur Fehling bricht als zehnter deutscher Spitzenkoch einen Rekord. Der neue "Michelin"-Führer Deutschland führt erstmals 255 Sterne-Restaurants auf, so viele wie noch nie. Zehn Drei-Sterne-Köche bedeutet in dieser Kategorie Platz 2 in Europa. Auf dem Spitzenplatz liegt die Grande Nation Frankreich mit 26 Dreiern - bei 594 Sterne-Restaurants insgesamt.

Wie rasant die Entwicklung in Deutschland verläuft, zeigt das Zwei-Sterne-Segment. Konnten sich im Jahr 2010 erst 18 Restaurants mit dieser Auszeichnung schmücken, sind es 2013 bereits doppelt so viele. Allein sieben kamen aktuell hinzu. Wie schnell es gehen kann beweist der frisch gekürte Fehling. Er hatte erst 2011 seinen zweiten Stern erhalten und steigt schon jetzt in den Gourmet-Olymp auf.

Fehling feiert mit Champagner

"Ich wollte immer weiter kommen beim Kochen und wenn dann zum Lohn auch noch Sterne funkeln ist das schön", sagt Fehling bescheiden. Er setzt auf moderne, weltoffene Küche - mit einem ganz besonderen Hang zur individuellen Note.

Dass er eine Nähe zum Reifenhersteller Michelin hat, zeigte bei der Auszeichnung in Berlin ein Video über den Moment, als Fehling den entscheidenden Brief in der Küche öffnete: "Jetzt bin ich erstmal überfordert und das ist bei mir selten", bekannte er - danach bespritzte sich Fehling und seine Kollegen in echter Rennfahrermanier aus Champagnerflaschen.

Als Senkrechtstarter gilt auch Dirk Hoberg im "Ophelia" in Konstanz, der erst im vergangenen Jahr einen Stern erhielt und sich jetzt bereits mit dem zweiten schmücken kann. Er gehört für "Michelin"-Chefredakteur Ralf Flinkenflügel zu der Riege junger Köche, die frischen Wind in die Küchen und die Gaststuben bringen.

"Sie sind top ausgebildet, motiviert und haben Gespür für Geschmack." Und sie folgen nach Einschätzung des Chef-Testers nicht jedem Trend wie etwa der Molekularküche, sondern schöpfen ihren eigenen Stil. "Da kopiert keiner vom anderen - wir haben eine unheimliche Vielfalt."

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