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12.11.2012
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Business-Séparées
Geschäfte mit Geschmack

Von Michèlle Mussler

Geschäftsessen: Die besten Business-Séparées
Fotos

Top-Deals werden oft nicht am Konferenztisch eingefädelt, sondern im kulinarischen Ambiente. Diskrete Umgebung ist dabei ein Muss. Ob in mondänen Gourmetlokalen, distinguierten Traditionshäusern oder lässigen Steakhäusern - hier sind die besten Séparées für Business-Talk.

Berlin - "Verhandlungen gelingen besonders erfolgreich, wenn man auch dem Gaumen schmeichelt", weiß Paul Jörg Feldhoff. Bei wichtigen Anbahnungen und Entscheidungen trifft er seine Geschäftspartner lieber in Restaurants mit dem gewissen Extra, als sie im nüchternen Konferenzraum mit obligatorischen Keksen und abgestandenem Brühkaffee abzuspeisen. "Das Add-On erfüllt jedoch nicht der eng bestuhlte Italiener oder der trubelige Szene-Thailänder", erklärt der 37jährige Unternehmensberater.

Business-Séparées bieten im Idealfall alles: Den zuvorkommenden Service eines guten Restaurants, die anspruchsvollen Kreationen einer gehobenen Küche und eine diskrete Atmosphäre fast wie im eigenen Wohnzimmer. Eine ideale Kombination, die traditionell in der asiatischen Geschäftswelt verankert ist. Allen voran in China, Japan und Indien, wo ein gemeinsames Lunch oder Dinner im Nebenzimmer so sicher ist wie der steigende Zuckerspiegel.

Auch in den USA und Großbritannien offerieren immer mehr gehobene Restaurants ein privates Speisezimmer, oft sogar inklusive Vortragstechnik für die Beamerpräsentation nebenbei. Den Trend haben zwar auch clevere deutsche Gastronomen erkannt, "dennoch tut man sich ein wenig schwer, in jeder Großstadt das ideale Lokal zu finden", räumt Feldhoff ein, "erst recht wenn man kurzfristig reservieren will. Ständig sind die Räume ausgebucht".

Otto Pfeiffer vom Berliner Private Roof Club kann den Run nur bestätigen. "Deshalb verlangen viele oft neben hohen Mindestumsätzen auch noch Raummieten oder erfinden weitere Nebenkosten. Exakte Preisabsprachen vorab kann ich nur empfehlen". Als langjähriger Spitzenkoch, der in Sterneküchen mitwirkte und eigene Restaurants betrieb, weiß Pfeiffer, wovon er spricht. Ihm wurde der Profibetrieb zu stressig und zu umsatzgetrieben. Jetzt verwöhnt er mit Kollegen kleine Gesellschaften im Private Roof Club, eine Art Penthousewohnung für Mini-Events. "Das ist entspannter, fröhlicher und selbst der noch so harte Manager entpuppt sich da schon mal als sensibler Genießer."

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