Donnerstag, 13. Dezember 2018

Weinlese Italien Qualität statt Masse

2. Teil: "Die Verteuerung wurde als arrogant eingestuft"

Trotz der vergleichsweise geringen Ernten in den vergangenen zwei Jahren bleibt Italien einer der weltweit wichtigsten Weinproduzenten. Über 18 Prozent des Weines in der ganzen Welt wird in Italien produziert. Frankreich liegt mit 20 Prozent zur Zeit vorne. Der italienische Wein ist auch im Ausland beliebt, auch wenn der Export in den vergangenen Jahren zurückging. Von Januar bis März 2003 wurden 2,9 Millionen Hektoliter exportiert, das sind 17 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Vor allem aus Deutschland ist die Nachfrage zurückgegangen. Dort wurden in den ersten drei Monaten 2003 mehr als 930.000 Hektoliter verkauft, das sind 21 Prozent weniger als 2002. "Die Konkurrenz ist härter geworden, und die Käufer sind nicht mehr bereit, so viel Geld für eine Flasche Wein zu bezahlen", erklärt Lasorsa.

"Die Kontrolle der Preise ist sehr wichtig, wenn man sich gegen die Konkurrenz aus Chile und Südafrika verteidigen will." Emilio Pedron von der Vereinigung "Gruppo Italiano Vini" fügt hinzu: "Die Verteuerung in diesem Jahr wurde von den Käufern - vor allem nach der qualitativ unbefriedigenden Ernte 2002 - als arrogant eingestuft."

Sicherlich würden heutzutage bessere Qualität und weniger Quantität hergestellt, und somit steige der Preis. "Allerdings haben auch die Newcomer-Länder hinsichtlich der Qualitätsverbesserung nicht geschlafen."

Von AP-Mitarbeiterin Alexandra Barone

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