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08.11.2006
 

Luxus

Der weltteuerste Champagner

Während Markenweine mit sinkendem Absatz kämpfen, erfreut sich Champagner großer Beliebtheit. Der französische Getränkeriese Pernod Ricard hat nun einen ganz besonderen Tropfen im Angebot und rühmt sich damit, den teuersten Champagner der Welt zu verkaufen.

Paris - Anfang Oktober erklang in der Champagne der Startschuss für die Lese. Die Ernte versprach üppig auszufallen, denn das gute Wetter 2006 sorgte für einen reichen Ertrag. Nun gärt inzwischen der Saft des Weines und soll einmal Champagner werden.

Teurer Tropfen: Der "Cuvée Belle Epoque "dem Hause Pernod Ricard
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Teurer Tropfen: Der "Cuvée Belle Epoque "dem Hause Pernod Ricard

Noch nie ging es den Champagner-Winzern so gut wie heute, schrieb kürzlich die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". So sei der Traubenpreis wie auch der Wert der Grundstücke auf Rekordniveau gestiegen. Champagner ist beliebt und erfreut sich einer großen Nachfrage.

Die Stimmung im Markt ist also gut. Tatsächlich titelte die "Welt" vor einiger Zeit einen Bericht mit "Champagner wird knapp". Hintergrund ist, dass die französischen Winzer an Kapazitätsgrenzen stoßen. Nur eine begrenzte Fläche steht für den Anbau der Champagner-Reben zur Verfügung. 31.800 Hektar von der auf 34.000 Hektar beschränkten Anbaufläche werden bereits für den Weinbau genutzt. So wird schon überlegt, die Anbaufläche in der Champagne auszudehnen. Allerdings würde das erst in rund zehn Jahren zu einer Entspannung führen. Denn solange würde es dauern, bis die ersten Flaschen auf den Markt kämen.

Angesichts derartiger Aussichten meldet der französische Getränkeriese Pernod Ricard nun, den "teuersten Champagner der Welt" im Angebot zu haben. Eine echte Geldanlage. Der perlende Tropfen soll nämlich für etwa 1000 Euro pro Flasche auf den Markt kommen, kündigte der Konzernchef Patrick Ricard an. "Wir haben nicht viele Kisten davon", sagte Ricard zu der "Cuvée Belle Époque" des seit 2005 zu Pernod Ricard gehörenden Champagnerhauses Perrier-Jouët. Der teuerste Champagner ist ein Blanc de Blancs, also aus der Chardonnay-Traube produziert.

Ricard setzt diesen Spitzenpreis für den Luxusartikel Champagner als Marketing-Coup ein, um sich damit gegen die Nummer eins in der Branche, die Gruppe LVMH mit der Marke Dom Pérignon, zu profilieren. Die meisten der kostbaren Flaschen werden in die USA, nach China und Russland gehen. Insgesamt werden mehrere tausend Flaschen exportiert.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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