Von Alexandra Knape
Hamburg - Frisch gebrüht, mit Crema oder einem Schuss Milchschaum - in Deutschland boomt der Espresso-Konsum. Ob klein, schwarz und dunkel, Cappuccino oder Caffè Crema - im vergangenen Jahr hat jeder Deutsche im Durchschnitt 151 Liter Kaffee getrunken. Filterkaffee ist dabei auf dem absteigenden Ast. Der Deutschen liebstes Getränk zeigt neue Varianten. Seit Jahren meldet der deutsche Kaffeeverband sinkende Verkäufe von Filterkaffeemaschinen. Gefragt sind stattdessen Halb- und Vollautomaten für Espresso.
Doch was ist das Geheimnis des kleinen Schwarzen? Schließlich enthält er mit 50 Milligramm Koffein weniger des anregenden Stoffes als eine Tasse Filterkaffee mit 80 bis 120 Milligramm.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Hauptarten: Coffea arabica und Coffea caneohora robusta. Beide Sorten haben zahlreiche Untersorten und Züchtungen. Letztlich entscheiden der Boden, die Pflege, das Klima und der Niederschlag über die Qualität der Bohne. Die teuersten Robusta-Bohnen stammen beispielsweise aus dem Hochland in Ostafrika und Lateinamerika, edle Arabica-Bohnen wachsen in Ostafrika, Mexiko, Brasilien und Kolumbien.
Wie alle Kaffeebohnen werden auch die Bohnen für den Espresso geröstet, jedoch nicht wie für den normalen Filterkaffee bis zu 220 Grad, sondern noch heißer bis zu 260 Grad. Dadurch wird ein Großteil der Säure abgebaut, die Kaffee enthält.
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Espresso ist jedoch nicht gleich Espresso. Die Zubereitung ist das A und O. Kaffeeexperten beschreiben das Rezept für einen optimalen Schwarzen so: Sieben Gramm fein gemahlener Espressokaffee, der innerhalb von 25 bis 30 Sekunden unter neun Bar Druck bei einer Temperatur von 90 Grad gebrüht wird. Dauert die Zubereitung des dunklen Tranks länger, schmeckt der Espresso holzig, ist das Wasser zu heiß, schmeckt er verbrannt. Die schnelle Zubereitung des Espressos sorgt übrigens dafür, dass viele Bitter- und Gerbstoffe im Kaffeesatz bleiben.
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