Von Holger Dambeck
Billig sind die Elektroräder freilich nicht. Die meisten Modelle kosten 1500 Euro und mehr. Es gibt auch Modelle unter 1000 Euro, die etwa bei Tests des Magazins "Radfahren" gut abgeschnitten haben. Bei allen Rädern unter 1500 Euro muss man aber Abstriche machen, etwa bei der Qualität von Bremsen und Schaltung sowie bei der Leistungsfähigkeit des Akkus.
Wie weit man mit einer Akkuladung kommt, hängt vom Fahrstil und vom Relief der Strecke ab. Im Ecomodus, der niedrigsten Unterstützungsstufe, schaffen die meisten Räder 50 Kilometer. Wer viele Berge auf dem Weg ins Büro überwinden muss, sollte den Akku am besten dort gleich wieder aufladen. Dazu reichen meist drei bis sechs Stunden - und dann ist sichergestellt, dass der Saft auch bis nach Hause reicht.
Doch selbst mit vollem Akku muss man als Elektroradler mit Überraschungen rechnen. Ein E-Motor mit Verkabelung und kleinem Steuercomputer bildet zusätzliche Fehlerquellen. Eines meiner Testräder zeigte beispielsweise kurzzeitig "Error" im Display an. Verblüffenderweise verschwand der Fehler von selbst.
Ein anderer Defekt, schuld war offenbar die fehlerhafte Steuersoftware eines Vorserienmodells, erinnerte mich fatal an PC-Probleme. Bei einer längeren Bergabfahrt schaltete sich der E-Antrieb komplett aus. Unten angekommen gab's keine Schubkraft vom Motor mehr, obwohl der Akku noch voll war. Ein Neustart (Aus- und wieder Anschalten des E-Antriebs) löste das Problem.
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