12.03.2009
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Mountainboarding

Heißer Pistensommer

2. Teil: "Wer will, kann sich draufstellen"

2003 begann Bender mit dem Mountainboarden. Damals gab es die ersten Events, bei denen Veranstalter Boards bereitstellten. "Da hieß es dann: Wer will, kann sich draufstellen." Seitdem hat sich einiges getan. Die Szene wächst stetig, sagt der 21-Jährige. Heute sind die zwei zentralen Anlaufstellen der Mountainboard Park in Winterberg und die ATBA-Mountainboard-Schule in Willingen im Sauerland, erklärt Turner. An beiden Standorten werden regelmäßig Kurse angeboten.

Ohne Schnee den Hang hinab: Mountainboarder sind oft auf Skipisten unterwegs - wenn im Sommer dort kein anderer fährt.
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TMN

Ohne Schnee den Hang hinab: Mountainboarder sind oft auf Skipisten unterwegs - wenn im Sommer dort kein anderer fährt.

Mountainboarder organisieren sich meistens in Internetforen, sagt Turner. Viele reisten dann in kleinen Cliquen von zwei bis drei Leuten ins Sauerland, in den Schwarzwald oder in den Bayrischen Wald. Denn im Prinzip könne man überall Mountainboard fahren, solange der Boden nicht zu felsig ist. "In den Parks werden im Sommer einfach die leeren Skiwiesen genutzt."

Sportlich gesehen sei es reizvoll, dass noch kaum jemand die Sportart kennt, erklärt Bender. Der Nervenkitzel liege darin, dass man keine Bremsen hat. "Da fährst du als Mountainboarder einfach in die nächste Kurve und schaust, was dich da erwartet." Konkurrenz mit anderen Funsportlern gibt es nicht. "Die begegnen uns meist mit einer Mischung aus Verwunderung und Respekt." Gerade die Mountainbiker wüssten ja, wie die Parcours aussehen und könnten abschätzen, wie es ist, die Strecken ohne Bremsen zu fahren.

Wer Mut gefasst hat und Spaß an der Sache entwickelt, bekommt ab 160 Euro ein gutes Einsteigerboard, erklärt Turner. Profiboards lägen aber in etwa bei 500 bis 600 Euro. Viel mehr als das Board müssten Einsteiger aber nicht investieren. "Es gibt in Deutschland viele Boarder, die einfach alleine für sich fahren." Anfänger sollten am besten auf Gras üben, damit die Verletzungsgefahr nicht so groß ist, rät Florian Leber.

Mountainboarder benutzten zum Schutz die gleichen Protektoren wie Inliner-Skater. Marcel Bender und seine Freunde helfen sich anders aus: "Um Sprünge zu üben, stellen wir einen Kicker an den Baggersee und machen dann unsere Tricks ins Wasser." Er selbst sei gerade dabei, den Backflip zu üben - also einen Rückwärtssalto. In den Wintermonaten könne man natürlich auch auf dem Snowboard trainieren.

Philipp Laage, dpa

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