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manager magazin



06.03.2006
 

Oscar-Verleihung

Großstadtdrama schlägt Schwulenwestern

Mit einer Überraschung ging in Los Angeles die 78. Oscar-Verleihung zu Ende: Nicht die schwule Liebesgeschichte "Brokeback Mountain" wurde zum besten Film gekürt, sondern das Großstadt-Drama "L.A. Crash". Der deutsche Beitrag "Sophie Scholl" ging leer aus.

Los Angeles - "L.A. Crash" und "Brokeback Mountain" sind die Gewinner der 78. Oscar-Verleihung. Beide Filme erhielten in der Nacht zum Montag jeweils drei Oscars der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Überraschend wurde das Episodendrama "L.A. Crash" von Regisseur Paul Haggis als bester Film ausgezeichnet und erhielt je einen weiteren Oscar für das Original-Drehbuch und den Schnitt.

Der beste Film: Paul Haggis und Cathy Schulman erhielten den Oscar für "L.A. Crash"
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AP

Der beste Film: Paul Haggis und Cathy Schulman erhielten den Oscar für "L.A. Crash"

Der als großer Favorit gehandelte und in acht Kategorien nominierte Film "Brokeback Mountain" des Regisseurs Ang Lee über zwei schwule Cowboys im Wyoming der sechziger Jahre wurde für die beste Regie, das beste adaptierte Drehbuch und die beste Musik ausgezeichnet. " L.A. Crash" war in sechs Kategorien nominiert, ebenso wie "Good Night, and Good Luck" von Regisseur George Clooney, der allerdings leer ausging.

Enttäuscht wurden auch die deutschen Hoffnungen: Gleich zwei Mal war Deutschland unter den Nominierten vertreten. Der Film "Sophie Scholl - Die letzten Tage" von Marc Rothemund war als bester ausländischer Film nominiert, verlor aber gegen den südafrikanischen Film "Tsotsi" über einen jungen Straßenräuber. Für den Oscar als bester Kurzfilm war " Ausreißer" von der Hamburger Regisseurin Ulrike Grote ins Rennen gegangen. Sie ging aber ebenso leer aus wie der mit deutscher Schauspielbeteiligung gedrehte französische Beitrag "Merry Christmas".

"L.A. Crash": Drei Oscars, darunter "Bester Film"
 Catherine Keener ging leer aus
"Brokeback Mountain": Drei Oscars aber keine Kür zum besten Film

Oscar 2006: Die Gewinner
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Als bester Schauspieler wurde erwartungsgemäß Philip Seymour Hoffman für seine Rolle als neurotischer Schriftsteller Truman Capote in dem Film "Capote" geehrt. Der 38-Jährige war zum ersten Mal für die höchste Auszeichnung des Filmgeschäfts nominiert. Es blieb der einzige Oscar für den zuvor in fünf Kategorien nominierten Film. Ebenfalls ein Neuling unter den Geehrten war Reese Witherspoon. Die 29-Jährige erhielt die Auszeichnung für ihre Rolle der June Carter in der Johnny-Cash-Biografie "Walk the Line".

Den Oscar für den besten Nebendarsteller erhielt George Clooney. Der 44-Jährige wurde für seine Rolle in dem Polit-Thriller "Syriana" ausgezeichnet . Als beste Nebendarstellerin wurde die 34-jährige Rachel Weisz für ihre Darstellung in dem Film "Der ewige Gärtner" ausgezeichnet.

Mit Achtungserfolgen beschlossen die Filme "Die Geisha" und "King Kong" die Oscar-Nacht. Beide Filme erhielten je drei Preise in Kategorien wie Kostümdesign, Sound und Ausstattung. Steven Spielbergs "München" über die Geiselnahme bei den Olympischen Spielen 1972 ging trotz fünf Oscar-Nominierungen leer aus.

Den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk erhielt Regie-Altmeister Robert Altman ("Short Cuts"). Die Laudatio für den 81-Jährigen hielten Meryl Streep und Lily Tomlin. Die Schauspielerinnen sind die Stars in Altmans neuestem Film "A Prairie Home Companion".

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insgesamt 11989 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
26.05.2011 von Samolet:

Ich glaube, Kubrick liebt man oder man hasst ihn. Obwohl: mir hat er immer Rätsel aufgegeben. Vor "Clockwork Orange" habe ich mich eher abgestoßen. "Eyes wide shut" fand ich stilistisch sehr interessant. Mein [...] mehr...

25.05.2011 von bernie_witzbold: Eyes Wide Shut

Mir hat der Film beim ersten Mal auch nicht besonders viel gesagt - eine Schnitzler-Novelle ins New York der Neunzigerjahre verlegt, das schien mir alles dramaturgisch nicht so recht aufzugehen. Aber ein paar Szenen sind mir [...] mehr...

25.05.2011 von juerv1:

Sicher. Aber mir als Filmzuschauer ist das egal. Ich sehe bloß, dass Teil II und III sehr viel weniger einfallsreich und interessant sind als Teil I. Allerdings zwingt mich ja auch keiner, die zwei anderen Teile anzusehen. mehr...

25.05.2011 von poppinid: objektive Kriterien

Grade diese Kriterien haben mir bei Herr der Ringe ausgesprochen gut gefallen ;_) Und Musik ist wohl das subjektivste überhaupt . Ich hab die Reifeprüfung auch gesehen..... war sicher gut gespielt und alles , ich fand [...] mehr...

25.05.2011 von Websingularität:

"Eyes Wide Shut" - Hab diesen Film nicht verstanden. Kann mir den jemand erklären? Ich empfand den Film als Zeitverschwendung, aber vielleicht lieg ich damit vollkommen falsch. mehr...

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