Montag, 20. November 2017

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Das Skateboard für den Winter So geht Snowskating

Snowskating: Mit dem Skateboard in den Schnee
Fotos
Tommy Bause/Bause.at/dpa-tmn

Wenn der erste Schnee liegt, reibt sich David Reinthaler die Hände. Er schnallt dann nicht die Skier an, sondern stellt sich auf sein Skateboard. Nicht auf ein normales allerdings. Der Wintersport-Profi ist Snowskater. Der Nischensport entwickelt sich gerade zu einem kleinen Trend.

Snowskating kommt aus den USA und wurde dort in den 70er Jahren zum ersten Mal bekannt. Statt Rollen schraubten sich Skater damals einfach kurze Skier unter die Bretter. Dann passierte lange nichts. Einige wenige Enthusiasten in den Skigebieten im Westen der USA erhielten den Sport am Leben. Diese Garagenbauer entwickelten das Equipment zu gut funktionierenden Sportgeräten weiter. Anfang der 2000er Jahre kamen schließlich die ersten Snow-Skateboards auf den Markt - ein Skateboard, unter das ein einzelner Ski geschraubt ist.

Geschicklichkeit gefordert

Zeitgleich erreichte die Randsportart Europa und damit auch David Reinthaler. Der Innsbrucker stieg auf einem Snowboardwettbewerb zum ersten Mal auf ein Snow-Skateboard. Er fand eine neue Leidenschaft: 2012 und 2013 gewann er die Weltmeisterschaft in Oslo. "Der Reiz beim Snowskating liegt in der Geschicklichkeit", sagt Reinthaler.

Man braucht keine aufwendige Ausrüstung, um Spaß zu haben an der Wintersportart. Balance und Feingefühl sind wichtiger. Ähnlich wie beim Surfen muss man vorausschauend fahren und das Gleichgewicht halten können. Skater und Snowboarder haben Vorteile: Sie fühlen sich auf dem Snow-Skateboard schnell wohl und brauchen nicht lange, bis sie darauf durch den Schnee cruisen können. "Viele Tricks und die Fahrtechnik können einfach übertragen werden", sagt Reinthaler, der selbst jahrelang Snowboard gefahren ist.

Der Unterschied zum Snowboarden liegt in der nicht vorhandenen Verbindung zum Board. Es gibt nämlich keine direkte Fixierung am Brett. "Man kann also direkt aufsteigen und losfahren, ohne lange herumfummeln zu müssen", sagt Reinthaler. Dadurch sind ähnliche Tricks wie mit dem Skateboard möglich.

Da das Brett kleiner ist als ein Snowboard, erreicht man beim Snowskaten nur ein Tempo von 15 bis 20 km/h. "Das ist natürlich viel entspannter, im Gegensatz zum Snowboarden mit durchschnittlich 60 km/h", sagt Reinthaler. Außerdem ist das Verletzungsrisiko niedriger, weil man schließlich jederzeit abspringen kann.

Mit dicker Sohle

Da es keine Fixierung braucht, sind die Füße frei von drückenden Bindungen. Gleichzeitig ist Snowskating anstrengender als Snowboarden, weil mehr über die Sohle gesteuert wird.

Die Schuhe sollten daher eine grob profilierte Sohle haben. "Die sorgt für den richtigen Halt auf der weichen Schaumauflage des Boards", sagt Alexander Luxat, Snowskater und Inhaber des Online-Shops Snowskate.de und der Marke Wefunk. Außerdem sollten die Schuhe leicht sein und warmhalten.

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