Mittwoch, 18. Oktober 2017

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Vernetztes Fahrrad Pedal digital - jetzt wird auch das Fahrrad smart

Digitalisierung: Das vernetzte Fahrrad
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TMN

Es besteht überwiegend aus Metall und Gummi und hat keine Steckdose: Auf den ersten Blick scheint das Fahrrad ungeeignet für die Digitalisierung. Doch wenn alles und jeder online ist, kommt auch das vernetzte Zweirad.

Autos sind vernetzt, Traktoren und Lkw ebenso - nur das häufigste Verkehrsmittel in Deutschland ist bislang von der Digitalisierung weitgehend ausgenommen: das Fahrrad. Doch das wird sich in den kommenden Jahren ändern. Erste Hersteller der gehobenen Preisklasse bieten bereits smarte Räder an, die Einführung auf dem Markt für breitere Käuferschichten soll bald folgen.

"Wir arbeiten an der Entwicklung eines Connected Bike", sagt Georg Honkomp, Chef der Einkaufsgemeinschaft ZEG. Das Unternehmen ist ein Zusammenschluss von knapp 1000 Fahrradhändlern und lässt die weit verbreiteten Marken Pegasus und Bulls produzieren. "Ich denke, dass wir das im nächsten Jahr einführen können, den Durchbruch erwarte ich in zwei bis drei Jahren."

Die denkbaren Funktionen digital vernetzter Fahrräder sind vielfältig, vom Navi bis zum über Sensor gesteuerten Bremslicht. Die Ingenieure und Entwickler der Branche haben vor allem dreierlei im Blick: Sicherheit, Leistungsmessung und Gesundheitsdaten, sowie den Service. So bietet der kleine niederländische Edelhersteller Vanmoof digitale Diebstahlsicherung: Im Rahmen ist ein GPS-Chip eingebaut, mit dessen Hilfe das Fahrrad jederzeit geortet werden kann, das Schloss lässt sich per Handy elektronisch verriegeln.

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"Das erlaubt es dem Kunden, ein besseres Rad zu fahren, ohne Angst zu haben, dass es gestohlen wird", sagt Marketingdirektor Dave Shoemack. Und hilfreich sei die GPS-Ortung auch für den zerstreuten Radbesitzer, der routinemäßig vergisst, wo er sein Zweirad abgestellt hat, meint der neuseeländische Manager. Ein technisches Problem ist die Stromversorgung. "Man braucht entweder ein E-Bike oder einen ausreichend starken Dynamo, um den Energiebedarf von Bluetooth, GPS etc. zu decken", sagt Shoemack.

Die ZEG nimmt bessere Wartung und Kundendienst ins Visier: Ein digitales Rad könne "beispielsweise den Service verständigen, wenn die Bremsen verschlissen sind", sagt Vorstandschef Honkomp. "Es kann auch nach einem Sturz automatisch einen Notruf absetzen."

Und da viele Freizeitsportler inzwischen per Handy, Fitness Tracker oder Smart Watch eine ebenso intensive Selbstbeobachtung betreiben wie Profis, sollen digital vernetzte E-Bikes auch die Leistungsdaten des Körpers messen können: "Ich denke, dass die Motorenhersteller diese Funktionen deutlich erweitern werden", sagt Honkomp.

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