Dienstag, 22. Mai 2018

Neue Lichtspiele am Fahrrad Lasershow am Lenker

Neue Fahrrad-Gadgets: Schillernde Speichen-Show
Fotos
TMN / MonkeyLectric

Sicht und Sicherheit - das sind die beiden alles bestimmenden Themen, wenn man nachts aufs Fahrrad steigt. Doch die Bike-Branche hat erkannt, dass Licht ein Designmerkmal ist und man damit Zweiräder spektakulär in Szene setzen kann. Vor allem in den USA, aber auch in China und in Europa sind deshalb in den vergangenen Jahren Start-up-Unternehmen aus dem Boden geschossen, die innovative Systeme auf den Markt bringen.

Dazu gehören etwa Laserprojektionen auf die Fahrbahn, wie sie jetzt auch der Fahrradhersteller Batavus für das Rücklicht bei einigen seiner Pedelecs vorgestellt hat. Der Strahler ist laut Hersteller im Akku des E-Bikes integriert und wirft mit zwei Lasern eine rote V-Form hinter das Fahrrad, die zu einer deutlich markierten Schutzzone wird. In Kombination mit dem normalen Rücklicht sei der Radfahrer so auf zwei verschiedene Arten zu erkennen und damit sehr viel deutlicher wahrnehmbar. "Das erhöht maßgeblich die Sicherheit", sagt Pressesprecherin Birgit Greif.

Auf eine ganz ähnliche Lösung setzt das US-Unternehmen xFire, das für 30 Dollar (rund 28 Euro) plus Versand eine Rückleuchte verkauft, in der fünf Laserdioden integriert sind. Wie ein normales LED-Licht an der Sattelstange befestigt, zieht diese Lampe laut Hersteller einen auf mehr als einen Kilometer hin sichtbaren Korridor aus roten Linien um den Radler und weist so quasi eine Schutzzone aus.

Lesen Sie auch: Pedal digital - so smart werden die neuen Räder

Nach vorn blickt das englische Unternehmen Blaze. Denn wer bei dem Start-up für 150 Euro das neue Laserlight bestellt, bekommt nicht nur eine leuchtstarke LED-Lampe für den Lenker. Sondern zum weißen Lichtkegel wirft das Zubehör mit grünem Laserlicht auch noch eine Fahrradsilhouette auf den Boden. Sechs Meter voraus soll sie vor allem im Stadtverkehr an Kreuzungen oder Engstellen auf den Radfahrer aufmerksam machen und zum Beispiel Fußgänger warnen.

Andere setzen allein auf den Showeffekt. So wie man früher Spielkarten oder Strohhalme in die Speichen gesteckt und damit Lärm erzeugt hat, setzen sich die Räder bei Monkey Lectric oder Kino-Mo mit Licht in Szene. Monkey Lectric aus San Francisco hat dafür etwa ein halbes Dutzend Systeme entwickelt, die ab 50 Dollar (rund 47 Euro) über das Internet versandt werden. Dann gibt es jeweils ein LED-Modul, das zwischen die Speichen geschraubt wird.

Dreht sich das Rad, sieht man die Lichtpunkte als Leuchtspuren. Weil die Elektronik die einzelnen Dioden abhängig von Geschwindigkeit und vorgewähltem Programm an- oder ausschaltet, lassen sich so unterschiedlichste Muster erzeugen.

Seite 1 von 2

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH