Dienstag, 20. November 2018

Rückschlag als Chance Wie es weiter läuft, wenn's mal nicht läuft

Laufen Sie nur, wenn Sie das Laufen lieben, rät Coach Sonja von Opel
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Laufen Sie nur, wenn Sie das Laufen lieben, rät Coach Sonja von Opel

Sonja von Opel
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    Michael Reusse
    Sonja von Opel ist Laufexpertin und Lebensläuferin. Mit einer Marathonbestzeit von 2:52h und als erfolgreiche Ultraläuferin gibt sie ihr Wissen und ihre Liebe zum Laufen in Laufcamps, Vorträgen, Büchern und vor allem als Online-Coach von über 100 Athleten pro Saison mit großer Begeisterung weiter. Als Geschäftsführerin der "Sonja von Opel Sports GmbH" bewegt sie nicht nur ihre Athleten vom Schreibtisch aus, sondern veranstaltet das ganze Jahr hindurch Laufreisen, Trainingscamps und Sportevents:

    www.opelrunningteam.com

Irgendwie ist der Wurm drin. Eigentlich fing das Sportjahr 2017 gut an: Der Geist hochmotiviert, der Körper kerngesund und der Kalender gespickt mit tollen Wettkämpfen, bei denen jetzt im Sommer die gute Form abgefeiert werden sollte.

Aber es läuft nicht. Erst war da diese hartnäckige Erkältung im Frühjahr, dann später noch der Magen-Darm-Infekt, der alles durcheinander geschmissen hat und jetzt nervt der Fuß. Es ist immer die gleiche Stelle zwischen Fußsohle und Knöchel, die beim Auftreten weh tut.

Den Kollegen zuliebe wurde beim Firmenlauf noch mitgerannt, aber am nächsten Tag war schon kein schmerzfreies Auftreten beim Gehen mehr möglich. Den Arzttermin beim Orthopäden des Vertrauens gibt es erst in vier Wochen. Die Saison scheint gelaufen, oder eben gerade nicht…

So oder so ähnlich geht es immer wieder vielen Sportlern, insbesondere Läufern, denn die sind ganz besonders auf die uneingeschränkte Mitarbeit ihres Körpers angewiesen. Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach. Jeder behauptet von sich selbst, dass er Körpersignale hört und beachtet, und doch tappen wir alle immer wieder in die Falle, wenn Wunsch und Wirklichkeit langsam, aber sicher auseinanderdriften.

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Hobbyläufer stecken permanent in dem Dilemma, dass sie ihren Sport, den sie mitunter gerne mit Ambitionen betreiben, dem beruflichen und privaten Alltag unterordnen oder wenigstens anpassen müssen. Da wird nach dem Tempotraining schon mal das Auffüllen der Energiespeicher vergessen, weil man schnell zum nächsten Termin muss. Intensive Dehnübungen kommen sowieso zu kurz und auch, wenn acht Stunden Schlaf bei diesem Trainingspensum optimal wären, müssen diesen Monat fünf Stunden pro Nacht reichen, schließlich ist bald Projektabgabe.

So ein vollgepackter Alltag kann lange gut gehen, die meisten fühlen sich aufgrund ihres Sports sogar besonders energiegeladen, werden von Kollegen und Freunden für die schlanke Figur und das hohe Aktivitätslevel bewundert und strotzen nur so vor Gesundheit. Umso erstaunlicher, wenn die Sache irgendwann kippt. Wer aber versteht, wann, warum und in welchen Zeitabständen der Körper seinen uneingeschränkten Dienst verweigert, der hat langfristig mehr Spaß am Sport.

Hier sind die fünf Stolperfallen eines Läufers:

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