Samstag, 18. August 2018

90 Prozent aller Hobbyläufer trainieren falsch Drei Fehler vermeiden und schneller werden

Andreas Butz
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    Andreas Butz ist einer der gefragtesten Laufexperten in Deutschland. Der gelernte Banker, über 130-fache Marathonläufer und Gründer der Laufcampus Akademie trainiert und motiviert mit seinem Trainerteam Menschen und Unternehmen. Sein Credo: "Laufen ist der kürzeste Weg zu allem, was Menschen erfolgreich macht¿. Er hat zahlreiche Laufbücher geschrieben. 2015 erschien "Schwitzen für Erfolg - In Laufschuhen Karriere machen".
    www.andreasbutz.com
    www.laufcampus.com

Wenn Sie kein sportliches Ziel haben, Sie nicht schneller werden, nicht länger oder lockerer laufen wollen oder Sie nicht vorhaben durch Lauftraining in paar lästige Kilos abzunehmen, dann hat dieser Beitrag keine Relevanz für Sie. Sie laufen einfach, weil es Ihnen gut tut. Und das ist in der Tat gut, weiter so.

Doch wenn Sie Ihre Form weiter entwickeln wollen, effektiver trainieren möchten und mehr rausholen wollen aus ihren Laufkilometern, dann lesen Sie aufmerksam weiter. Prüfen Sie, wie oft Sie sich in der Aufzählung der häufigsten drei Trainingsfehler wiedererkennen. Und mit jedem Nicken bietet sich eine Chance, Ihr Training künftig zu optimieren. Auf geht's, finden wir es heraus!

Den Trainingsfehlern auf der Spur

90 Prozent aller Hobbyläufer trainieren falsch. Damit meine ich Läufer, die mindestens einen der nachfolgend gelisteten drei Kardinalfehler machen. Dabei ist es kein Hexenwerk, alles richtig zu machen. Meist fehlt nur das Gewusst-warum-und-wie.

Fehlerquelle Nummer 1: Die Häufigkeit

Bei meinen Laufseminaren treffe ich viele Läuferinnen und Läufer, die regelmäßig ein bis zwei Mal pro Woche trainieren und dennoch seit Monaten in ihrer momentanen Laufform stagnieren. Jetzt leisten sie sich ein Laufcamp auf Mallorca mit dem Ziel, besser zu werden. "Die Lösung hättet ihr billiger haben können," sage ich gerne mal mit einem Augenzwinkern, "einfach eine dritte Einheit pro Woche laufen".

Wer einige Jahre keinen Sport getrieben hat und irgendwann anfängt, ein bis zwei Mal pro Woche zu laufen, hat natürlich schöne Anfangserfolge. Die Kondition nimmt langsam zu, der Kalorienverbrauch auch und die ersten gewünschten Effekte stellen sich ein: Ausdauer und eine sportlichere Figur. Doch nach einigen Monaten tut sich nichts mehr in der Fitnesskurve. Man wird einfach nicht schneller und die Waage meldet nichts Erfreuliches. Nicht wenige geben schließlich frustriert wieder auf.

Und dabei ist die Lösung so einfach: Eine dritte wöchentliche Laufeinheit muss her. Denn einmal pro Woche ist keinmal, zweimal Joggen dient der Erhaltung der Form, ab drei Laufeinheiten pro Woche kann man sich verbessern. Klar: wenig Training ist viel besser als gar kein Sport. Aber wer sich eine Chance geben möchte, sich kontinuierlich zu verbessern, der braucht zumindest eine dritte Einheit. Aber wie lang sollte diese sein?

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