Sonntag, 21. Oktober 2018

mm.de zum Jahresstart: So managen Sie Ihr Leben, Teil IX Ein Gesundheits-Check-Up in zehn Fragen

8. Teil: Wie kann ich trotz Verzicht das Leben genießen?

Klosterleben in einer mäßig realistischen RTL-Serie von 2004: Verzicht kann definitiv Spaß machen

Ein großes Problem mit den guten Vorsätzen für das neue Jahr besteht in deren Radikalität. Viele Menschen nehmen sich vor, alles anders und alles besser machen zu wollen. Als wollten Sie sich selbst komplett neu erfinden. Fünf Mal pro Woche Sport, keine Süßigkeiten, nicht rauchen, kein Alkohol, nicht mehr im Internet surfen, 100.000 Euro sparen.

In einem solchen Ansatz ist ein unrealisierbarer Perfektionismus enthalten, der das Gegenteil dessen bewirkt, was beabsichtigt war. Und so fällt das sorgfältig errichtete Gebäude der guten Vorsätze schon nach wenigen Tagen in sich zusammen wie ein Kartenhaus.

Drei gute Vorsätze sind mithin die absolute Obergrenze, sonst kann man es gleich lassen. Dazu empfehle ich, auf bestimmte Dinge ganz bewusst nicht zu verzichten. Sich also gewissermaßen ein oder zwei "Anti-Vorsätze" zu gönnen. Quasi als Motivationsschub und damit das Ganze auch weiterhin Spaß macht.

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