Dienstag, 13. November 2018

mm.de zum Jahresstart: So managen Sie Ihr Leben, Teil IX Ein Gesundheits-Check-Up in zehn Fragen

3. Teil: Wie schütze ich mich am einfachsten vor Burnout?

Ein einfaches "Nein" schützt vor Stresslawinen

Ein Leben ganz ohne Stress wäre todlangweilig. Wir brauchen ein Minimum an Adrenalin, um morgens überhaupt aus dem Bett zu kommen. Wir brauchen es, um intensive Momente erleben zu können. Dauerentspanntheit ist nicht möglich und auch nicht anzustreben. Eine wie auch immer geartete Karriere zu machen, garantiert natürlich, dass genügend Stress und Adrenalin im Spiel sind. Hier haben wir eher das Problem der Überdosierung.

Und wenn wir Stress überdosieren, dann übernimmt das Dauerstresshormon Cortisol. Dessen Wirkungen sind weit weniger angenehm als die des Adrenalins. Dauerhaft hohe Cortisol-Spiegel können das Gleichgewicht der Botenstoffe in unserem Gehirn so verändern, dass eine Depression entsteht. Eine solche Stress-Depression wird üblicherweise als Burnout bezeichnet.

Drei Mal im Monat gezielt "Nein" zu sagen, kann hier eine enorme präventive Wirkung haben. "Nein" zu dem einen Projekt zu viel, "Nein" zu der Veranstaltung, auf die wir keine Lust haben, "Nein" zu dem Vortrag, den wir nicht halten wollen. Unsere innere Stimme sagt uns ja eigentlich ziemlich genau, wie viel Stress wir vertragen können. Hören wir doch ab und zu auf sie.

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