Dienstag, 11. Dezember 2018

Von Freeride bis Backcountry Die neuen Ski-Trends

Neues für Wintersportler von der Ispo: Skier, Helme, Brillen
Marmot/ Christian Weiermann/ TMN

2. Teil: Reine Kopfsache: Neuheiten bei Helmen und Brillen

Sie sind schützende Begleiter - doch in Zukunft sollen sie noch viel mehr können als das. Helme und Brillen werden Hightech-Geräte für die Piste. "Es geht darum, diese Spielwiese Wintersport auf allen Ebenen weiterzuentwickeln", erklärt Christoph Ebert vom Kompetenzzentrum Sport, Gesundheit und Technologie anlässlich der Sportmesse Ispo, die gestern zu Ende ging. Was ist damit gemeint?

Künftig könnten Helm und Brille etwa mit dem Smartphone verknüpft sein. Auf der Brille erscheint dann ein Hinweis: Jemand ruft an. Aber nicht nur das: Auch Service-Hinweise könnten auf der Brille auftauchen, nach dem Motto: "In der nächsten Skihütte gibt es heute Schinkennudeln für zwei Euro", gibt Ebert ein Beispiel. "Das vernetzte Skigebiet, das kommt." Neben solchen Informationen spielen natürlich auch sicherheitsrelevante Informationen eine Rolle.

Doch noch gibt es solche Produkte nicht auf dem Markt. Denn eine Brille mit diesen Möglichkeiten herzustellen, die im Schnee, mit den auf sie wirkenden Kräften und mit Stürzen klarkommt, sei eine Herausforderung, sagt Ebert. Außerdem bleibe abzuwarten, wie Skifahrer mit solchen Produkten zurechtkommen. "Die Anforderung an den Menschen wird höher", schätzt der Experte: Der Skifahrer müsste nicht nur die Abfahrt meistern, sondern gleichzeitig die eingehenden Informationen verarbeiten.

Schlankere Rahmen, weiteres Sichtfeld

Momentan gehen die Entwicklungen bei den Brillen noch in eine andere Richtung: Die Hersteller wollen die Sichtbarkeit verbessern. Die Rahmen werden schlanker, das Sichtfeld weiter: "Weniger Kunststoff, mehr Glas", fasst Andreas König vom Deutschen Skiverband (DSV) die Entwicklung zusammen. Marker etwa präsentiert auf der Ispo mit der neuen 16:10+ Otis Goggle eine Brille mit minimalistischem Rahmen für ein größeres Sichtfeld. Die Zeiten dicker Rahmen sei vorbei, sagt König.

Die Gläser dürfen nicht beschlagen und müssen sich den Lichtverhältnissen anpassen können. So wechseln die Uvex Big 40 VFM oder die Uvex Downhill 2000 VP X je nach Lichtintensität automatisch die Tönung zwischen den Schutzstufen S1, einer leichten Tönung, und S3, einer dunklen Tönung. Bei Uvex sitzt man nun an der Entwicklung des nächsten Produkts: Gläser mit stufenloser Tönung.

Bei der Scene T und der Source T von K2 passen sich die Linsen dem UV-Licht entsprechend schon in mehreren Stufen an. Früher habe man dafür austauschbare Gläser angeboten, erzählt König. Manche Hersteller bieten das heute noch: Atomic etwa hat mit der Revent Q eine neue Skibrille, bei der man die Scheibe bei ändernden Lichtverhältnissen aus- und eine andere einklicken kann.

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