Donnerstag, 15. November 2018

Die teuersten Sportarten Fitness für Millionen

8. Teil: Eis-Laufen: Marathonspaß in der Antarktis und am Nordpol

Laufen mit Schwimmvögeln: Ein Teilnehmer beim Antarctic Marathon grüßt das Streckenpublikum
Was macht man?

Man läuft. Das tun viele, aber nur wenige Läufer können es sich leisten, auch unter extremen Bedingungen zu starten. Außer dem Antarktis-Marathon gibt es noch einen North Pole Marathon - der einzige Lauf der Welt, der komplett auf gefrorenem Eis stattfindet und den Teilnehmern die Gelegenheit gibt, am exakten Nordpol zu stehen. Das allerdings nur kurz, weil die Eisdecke kontinuierlich driftet. Die Teilnehmerzahlen bei beiden Läufen sind streng begrenzt - am Antarctis Ice Marathon dürfen nur 40 Läufer teilnehmen. Aus Gründen der Sicherheit werden acht Runden gelaufen, die Strecke wiederholt sich also - was aber auch nicht schlimm ist, weil der Nordpol nicht wegen seiner landschaftlichen Vielfalt berühmt ist.

Was braucht man?

Was Warmes zum Anziehen. Noch mehr Warmes zum Anziehen. Und eine gute Kondition. Beim North Pole Marathon muss man sich vor den sogenannten Sastrugi hüten, Rillen, die sich im Eis bilden und das Vorwärtskommen erschweren.

Was kostet das?

Die Startgebühr für den Antarctic Ice Marathon beträgt schlappe 10.500 US-Dollar. Darin ist der Flug von Punta Arenas in Chile aus enthalten, außerdem Fotos, eine Medaille, ein Finisher-Shirt und Verpflegung und Unterkunft vor Ort.Als coolster Marathon der Welt gilt der North Pole Marathon - der eínzige Marathon der Welt, der auf gefrorenem Wasser stattfindet und den Teilnehmern die Gelegenheit gibt, am exakten Nordpol zu stehen. Die Startgebühr hier beträgt knapp 12.000 Euro, Unterkunft, Verpflegung und Leute mit Gewehren inklusive, die sich bei Bedarf um die Eisbärabwehr kümmern. Bisher ist aber noch nie einer beim Lauf gesichtet worden.

Wen trifft man?

In der Antarktis: Pinguine (siehe Bild). Beim Nordpollauf: Auf jeden Fall wirklich laufverrückte Leute. Teilnehmer waren zum Beispiel Harvey Smyth, der CEO von PizzaExpress, der irische Schriftsteller Michael Collins und der Polarforscher Ranulph Fiennes.

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