Dienstag, 1. September 2015

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Manager Laufend lernen

Laufen: Entspannung, Training - und Lehrstunde?

Entscheider laufen gern - warum eigentlich? Für Andreas Butz keine Frage, denn Laufen "steht für Ausdauer und Disziplin". Und es erlaubt keine Ausreden.

mm: Warum eigentlich Laufen - lehrt Dart nicht genauso die Fokussierung oder Rugby das Durchsetzungsvermögen?

Butz: Wer zum Sport in die Kneipe gehen möchte, kann Billard oder Dart spielen. Und wer sich abreagieren will, der findet in Rugby eine attraktive Möglichkeit. Dies immerhin an der frischen Luft. Aber ganz im Ernst, Laufen ist die einfachste, effektivste und für jeden eigenständig praktizierbare Möglichkeit, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu erhalten und dabei Lebensenergie zu tanken. Und Durchsetzungsvermögen lernt man beim Laufen auch, vor allem gegen den inneren Schweinehund.

mm: Kommt der Team-Gedanke dabei nicht zu kurz?

Butz: Ein Vorteil des Laufens ist gerade der, dass man keine Mitspieler braucht, um diesen Sport zu betreiben. Daher erlaubt das Laufen auch keine Ausreden. Dennoch bietet Laufen auch große Chancen als Mannschaftssport. Team-Staffeln, bei denen sich fünf Teilnehmer die Marathondistanz teilen, wie zum Beispiel beim Düsseldorf-Marathon im Mai, oder Firmenläufe, wie alljährlich im Juni der J.P.Morgan-Lauf in Frankfurt, wo vier Teilnehmer gemeinsam als Team gewertet werden, sind großartige Möglichkeiten, Teamgeist zu zeigen und zu festigen.

mm: Viele Menschen laufen - doch wie gelingt es, daraus auch Lehren zu ziehen?

Butz: Die Lehren aus dem Laufen entstehen unterbewusst. Wer es schafft, vom Nichtläufer zum Dauerläufer zu werden, durch Laufen zehn Kilo abzunehmen, einen Halbmarathon oder sogar Marathon zu laufen, der ist stolz über das selbst Erreichte und erntet von Freunden und Kollegen Anerkennung. Diese Erlebnisse machen selbstbewusst, weil man am eigenen Tun erlebt, dass einem Schritt für Schritt fast alles gelingen kann. Dieses Verständnis und Selbstbewusstsein transportiert sich automatisch auf alle Lebensbereiche.

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