Montag, 17. Dezember 2018

Langlaufski Die besten langen Bretter

Langlaufski: Für jeden Langläufer der richtige Ski
DPA

Strahlend blauer Himmel, Temperatur knapp unter Null: optimale Bedingungen im Ski-Langlaufzentrum auf dem Pitztaler Gletscher. Genau dort hat die Stiftung Warentest ihre Testläufer in die eigens gespurte Loipe geschickt. Im Test: 17 Paar Langlaufski.

Berlin - Für den Test hat die Stiftung Warentest alle Langlaufskiklassen ausgewählt: vom breiten und vergleichsweise kurzen Cruiser für Freizeit und Fitness bis zum langen, schmalen Sportski. Es sind sowohl Nowax-Ski vertreten als auch Wax-Ski. Nowax-Ski haben im Bindungsbereich eine strukturierte Sohle als Abstoß- und Steighilfe, Schuppen genannt. Beim Wax-Ski sorgt ein "Klebewachs" für Haftung im Schnee. Für konditionsstarke Rennläufer waren noch zwei Skating-Ski im Test.

Keine deutlichen Schwächen

Die Testläufer gingen in die extra angelegte Spur - vom erfahrenen Freizeitläufer bis zum ehrgeizigen Wettkämpfer. Alle Ski hielten den Belastungen im Parcours locker stand. Deutliche Schwächen zeigten sie nicht. Auch die Belastungstests, bei denen die Ski ein Mehrfaches des Körpergewichts eines Skifahrers aushalten müssen, konnten den Brettern nichts anhaben. Letztlich maßgebend für die Qualität der Ski und den Spaß am Langlauf sind jedoch die Laufeigenschaften.

Das Test-Duell: Fischer gegen Salomon

In der Wax-Ski-Gruppe empfehlen sich besonders die gleich guten Atomic, Fischer und Salomon. Für Sparsame ist Salomon die erste Wahl. Das Duell Fischer und Salomon gibt es auch noch bei den Cruisern. Die Laufeigenschaften des Fischer-Ski sind eine halbe Note besser. Da lohnen sich 40 Euro Aufpreis. Bei den sportlichen Nowax-Ski reichen die Noten- und Kaufpreisunterschiede nicht für eine konkrete Empfehlung. Die Leistungen der getesteten Skating-Ski unterscheiden sich nur um Zehntelnoten. Der Salomon-Ski kostet allerdings 100 Euro weniger als der Fischer.

Die schlechteste Note für Fischer Ski ist ein Gut

Maßgebend für die Qualität der Ski sind die Laufeigenschaften. In allen vier Produktgruppen stellt Fischer das gruppenbeste Produkt oder teilt sich den Spitzenplatz mit anderen Modellen. Die schlechteste Bewertung für einen Fischer-Ski lautet gut. Dazu gesellen sich noch Bestnoten in Verarbeitung und Haltbarkeit, beim Skater auch noch für die Laufeigenschaften. Überraschend ist das sehr gute Abschneiden des Fischer-Cruisers Orbiter in der Laufharmonie, dem Verhalten des Skis beim Übergang zwischen der Gleitphase und dem Haften, wenn der Läufer mit dem jeweils anderen Ski Schwung holt. Fischer ist gelungen einen vergleichsweise kurzen und einfach zu steuernden Ski zu bauen, der sich mit längeren, sportlichen No-Wax-Ski und selbst mit Wax-Ski messen kann.

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