Montag, 21. Januar 2019

Entspannung Gelassenheit statt Grübelei

Wirklich abschalten fällt vielen Menschen schwer. Dabei sind gute Entspannungstechniken ein wirksamer Schutz gegen Stresssymptome und Verspannungen. Viele Übungen lassen sich mit minimalem Aufwand zu Hause erledigen.

Düsseldorf/Berlin - Noch lange nach Feierabend rotieren die Gedanken im Kopf: "Habe ich heute alles erledigt?" Und: "Was muss ich morgen gleich als erstes abarbeiten?". Einige Menschen können so schlecht abschalten, dass sie selbst vor dem Einschlafen noch grübeln. Doch wer im Kopf nicht abschalten kann, muss über kurz oder lang mit Verspannungen oder sogar Stresssymptomen wie Bluthochdruck rechnen.

Dabei ist geistige Entspannung gar nicht so schwer zu erlernen - viele Übungen lassen sich bequem zu Hause erledigen. "Der Vorteil von Entspannungsübungen in den eigenen vier Wänden ist, dass sie jederzeit abrufbar sind und kaum etwas kosten", sagt der Diplom-Psychologe Lutz Hertel vom Deutschen Wellness Verband in Düsseldorf. Denn statt zu festen Terminen beim Kursus sein zu müssen, können die Übungen in den Alltag integriert werden.

Auch zu Hause sollten Entspannungsübungen aber nicht einfach irgendwo und irgendwann gemacht werden. "Ein ruhiger Ort und regelmäßige Übung sind dabei wichtig - dann hilft es noch effektiver", erklärt Hertel. Denn auch beim Entspannen gilt: Übung macht den Meister. "Wer regelmäßig bestimmte Übungen wiederholt, kann sie irgendwann auch spontaner abrufen, beispielsweise in stressigen Situationen am Arbeitsplatz." Außerdem sollte man sich zum Entspannen eine Ecke in der Wohnung suchen, in der man sich wohl fühlt - und nicht, wie vor dem Schreibtisch, an noch zu erledigende Arbeit erinnert wird. Und auf keinen Fall sollte während der Übungszeit ein Telefon im Raum klingeln.

Aliki Nassoufis, dpa

© manager magazin 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung