Montag, 22. Oktober 2018

Privatchauffeur contra Taxi Luxus für alle

Chauffeurdienste: Gast in der zweiten Reihe
Mydriver

4. Teil: Goldene Nase verdienen nur wenige

Für jede Fahrt bekommen die Broker eine Provision von bis zu zehn Prozent. Letzten Endes müssen auch die neuen Anbieter Geld verdienen. Das Berliner Start-up Blacklane, an dem auch der AWD-Gründer und Finanzinvestor Carsten Maschmeyer beteiligt ist, will schon 2014 schwarze Zahlen schreiben. Die Sixt-Tochter My Driver soll "deutlich vor 2017", wenn sie eine Million Fahrten im Monat vermitteln will, Gewinn abwerfen, erwartet Konzernchef Erich Sixt.

Irgendwann muss My Driver die ehrgeizigen Vorgaben des Mutterkonzerns in punkto Rendite erfüllen, weiß Geschäftsführer Böckenhüser. Bei der Autovermietung sind das mindestens zehn Prozent vor Steuern. Wer in der Branche eine solche Rendite erziele, müsse gut ausgelastet sein, sagen Branchenexperten. "Eine goldene Nase verdienen sich nur wenige", gibt auch Frederik Wilhelmsmeyer vom Taxi- und Mietwagenverband zu bedenken. Die Kosten, etwa für gutes Fahrpersonal, seien hoch. Zudem zahlen Chauffeurservice-Betriebe - anders als Taxiunternehmen - 19 Prozent Umsatzsteuer.

Weil die rechtlichen Vorgaben für Mietfahrzeuge mit Chauffeur streng sind, zum Beispiel bei der Rückkehrpflicht zum Firmensitz, haben die alteingesessenen Rivalen aus der Taxi- und Limousinenbranche viele Ansatzpunkte für juristische Scharmützel. "Wir beobachten das genau und werden uns Gesetzesverstöße nicht gefallen lassen", warnt Wilhelmsmeyer.

Maschmeyers Limousinenentraum

Letzten Endes müssen auch die neuen Anbieter Geld verdienen. Das Berliner Start-up Blacklane, an dem auch der AWD-Gründer und Finanzinvestor Carsten Maschmeyer beteiligt ist, will schon 2014 schwarze Zahlen schreiben. Die Sixt-Tochter My Driver soll "deutlich vor 2017", wenn sie eine Million Fahrten im Monat vermitteln will, Gewinn abwerfen, erwartet Konzernchef Erich Sixt. Irgendwann muss My Driver die ehrgeizigen Vorgaben des Mutterkonzerns in punkto Rendite erfüllen , weiß Geschäftsführer Böckenhüser.

Bei der Autovermietung sind das mindestens zehn Prozent vor Steuern. Wer in der Branche eine solche Rendite erziele, müsse gut ausgelastet sein, sagen Branchenexperten. "Eine goldene Nase verdienen sch nur wenige", gibt auch Frederik Wilhelmsmeyer vom Taxi- und Mietwagenverband zu bedenken. Die Kosten, etwa für gutes Fahrpersonal, seien hoch. Zudem zahlen Chauffeurservice-Betriebe - anders als Taxiunternehmen - 19 Prozent Umsatzsteuer.

Weil die rechtlichen Vorgaben für Mietfahrzeuge mit Chauffeur streng sind, zum Beispiel bei der Rückkehrpflicht zum Firmensitz, haben die alteingesessenen Rivalen aus der Taxi- und Limousinenbranche viele Ansatzpunkte für juristische Scharmützel. "Wir beobachten das genau und werden uns Gesetzesverstöße nicht gefallen lassen", warnt Wilhelmsmeyer.

Irene Preisinger, Reuters

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