Sonntag, 29. Mai 2016

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Mit dem Smartphone in die Lücke steuern Fahrer steigt aus, Auto parkt ein

Parkassistent: Das soll das Auto schön alleine machen
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TMN

Autos werden immer größer, Parklücken leider nicht. Was tun? Man fährt einfach nicht mehr mit, sondern lässt den Wagen alleine einparken. Dann kann man nämlich die Türen zulassen.

Das Auto ist zu breit. Zumindest für diese Parklücke. Es passt zwar hinein, aber die Türen lassen sich anschließend nicht mehr öffnen. Das Problem könnte man lösen, indem man durch den Kofferraum nach draußen krabbelt (deshalb heißt es ja Fünftürer), aber so richtig elegant sieht das natürlich nicht aus. Einige Hersteller haben automatisch einparkende Autos entwickelt - ein zaghafter erster Schritt zum autonomen Fahren, wenn man so will. Mit einem Knopfdruck oder Fingertipp fahren die Fahrzeuge dann auf ihren Stellplatz - nachdem der Fahrer ausgestiegen ist.

Das erste Serienauto, das selbstständig auf einen Stellplatz rollt, ist der BMW 7er. Seit vergangenem Jahr lässt sich die 2,17 Meter breite Oberklasse-Limousine in engen Längsparkbuchten oder Garagen fernsteuern. Der Fahrer muss dafür das Auto nur vorher mittig und maximal anderthalb Fahrzeuglängen vor der Lücke platzieren. Per Fingertipp auf den großen Display-Schlüssel aktiviert der Pilot den Einparkvorgang - und später das Ausparken. Liegt ein Hindernis im Sensorfeld, bremst der langsam rollende BMW automatisch ab.

Doch das sei nur der erste Schritt. Künftig kann der Schlüssel in der Hosentasche bleiben. BMW Börsen-Chart zeigen forscht am Einparken mittels Gesten. Auf der Elektronikmesse Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas zeigte BMW im Januar sein Gesture Controlled Parking. Damit parkte ein i3 nach einer Winkgeste über eine Smartwatch automatisch ein und aus.

Spezielle Sensoren errechnen ein 360-Grad-Umfeld, ein Laserscanner warnt vor Hindernissen wie Pfeilern, Personen oder anderen Autos. "Das System befindet sich jedoch erst im Prototypen-Stadium. Wann und ob es in Serie geht, ist derzeit noch nicht entschieden", sagt ein BMW-Sprecher. Sicher sei aber, dass es das ferngesteuerte Parken auch in weiteren Baureihen von BMW geben wird.

Auch Mercedes Börsen-Chart zeigen bietet in seiner neuen E-Klasse ferngesteuertes Einparken an. Statt eines besonderen Schlüssels zücken E-Klasse-Fahrer ab April nur ihr Smartphone. Beim autonomen Remote Park Pilot misst der Mercedes automatisch Parklücken. Mit einer Kreisbewegung auf einer speziellen App parkt der Besitzer sein Auto ein. Sanftes Beschleunigen und Bremsen geschieht automatisch, der Besitzer muss nur im Bluetooth-Bereich von drei Metern beim Auto stehen. Bis zu zehn Meter kann das Auto seinen Weg erkennen, Hindernissen ausweichen und selbstständig bremsen. Nach der Einführung in der E-Klasse sollen weitere Modelle folgen.

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