Montag, 20. Februar 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Diese Autos können jetzt das H-Kennzeichen bekommen Zehn neue Oldtimer für 2017

F40-Familientreffen: Der letzte noch unter Firmengründer Enzo Ferrari entstandene Sportwagen setzte 1987 Maßstäbe und kostet heute fast eine Million Euro.
Grahame Ashmore/Ferrari
F40-Familientreffen: Der letzte noch unter Firmengründer Enzo Ferrari entstandene Sportwagen setzte 1987 Maßstäbe und kostet heute fast eine Million Euro.

Um ein steuergünstiges H-Kennzeichen tragen zu dürfen, müssen Autos in Deutschland mindestens 30 Jahre alt sein. So legt es der Anforderungskatalog für die Begutachtung von Oldtimern fest. In diesem Jahr kommen also Klassiker aus dem Jahr 1987 neu auf die Liste - hier ist eine Auswahl von zehn interessanten Fahrzeugen, die 2017 erstmals offiziell als Oldtimer gefahren werden dürfen.

"Ausschlaggebend ist das Datum der Erstzulassung", erläutert Peter Schneider, Präsident des Bundesverbands für Clubs klassischer Fahrzeuge (Deuvet). Neben dem Mindestalter entscheidet der Zustand darüber, ob ein Auto als Oldtimer gemeldet werden darf. Dabei zählt eine gewisse Originalität: "Typ-unpassende Details" wie ein fremder Motor oder Verbastelungen würden amtlich anerkannte Sachverständige von Dekra, GTÜ, KÜS oder Tüv, die das notwendige Gutachten für die Einstufung als Oldtimer erstellen, nicht akzeptieren, so der ADAC.

Lesen Sie auch: Das bringt das Autojahr 2017 - die spannendsten Neuheiten

Egal welches Auto man mit H-Kennzeichen zulässt: Anders als beim roten Oldtimer-Wechselkennzeichen gibt es grundsätzlich keine Einschränkungen bei der Verwendung. So erhält man nach Auskunft von Constantin Hack, Sprecher beim Auto Club Europa (ACE), "unbeschränkte Einfahrt in Umweltzonen". Nur die jährliche pauschale Steuer von 192 Euro für eingetragene Oldtimer bedeute nicht automatisch eine finanzielle Entlastung. Hat das Auto einen kleinen Hubraum oder verfügt es über einen Katalysator, lohne es sich nachzurechnen. Beim 900.000 Euro teuren Porsche 959 oder Ferraris F40 in derselben Preisklasse spielen solche Rechenübungen aber wohl ein ungeordnete Rolle.

Diese zehn Autos dürfen 2017 erstmals ein H-Kennzeichen tragen - die genannten Preise gelten laut Classic Data für Autos mit Zustand 2:

Ferrari F40: Schneller Flitzer für eine knappe Million Euro

Äußerlich seinerzeit ganz auf der Linie des italienischen Herstellers von Supersportwagen, hat der F40 mit dem ausladenden Heckflügel doch eine Sonderstellung: Es war das letzte Modell, an dem maßgeblich Enzo Ferrari beteiligt war, der 1988 90-jährig starb. Der F40 war mit dem 352 kW/478 PS starken Twin-Turbo-V8 der bis dahin schnellste Wagen aus Maranello für die Straße: Er erreichte laut Hersteller 324 km/h. Ab 970 000 Euro.

Nachrichtenticker

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH