Montag, 25. September 2017

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Supersportwagen und Luxusmobile in Pebble Beach Die Autos der Superluxusklasse

Concours d'Elegance: Die tollsten Autoneuheiten
Fotos
Thomas Geiger, TMN

Beim Concours d'Elegance im kalifornischen Pebble Beach geht es eigentlich um teure Oldtimer. Doch die Hersteller nutzen die legendäre Klassik-Kulisse gern, um ihre Neuheiten in Szene zu setzen.

Normalerweise ist Gorden Wagener hier als Juror unterwegs und muss die edelsten Oldtimer der Welt bewerten. Doch heute sind die Rollen vertauscht. Der Mercedes-Designchef präsentiert am Rande des Concours d'Elegance im kalifornischen Pebble Beach ein eigenes Auto, das sich dem Urteil von Fans und Experten stellt.

Allerdings ist das kein Klassiker, sondern muss es allenfalls noch werden. Denn Wagener hat in Pebble Beach das Tuch von einer luxuriösen Maybach-Studie gezogen. Eine Länge von knapp sechs Metern, ein Design zwischen dem Art Deco der 1930er und Captain Future, eine Kabine sowie ein First-Class-Raumschiff und ein Elektroantrieb mit 551 kW/750 PS und über 500 Kilometern Reichweite: "Damit versprechen wir das ultimative Cabrio-Erlebnis", sagt Wagener.

Der Daimler-Designer ist nicht der Einzige, der ausgerechnet beim bedeutendsten Oldtimertreffen der Welt in die Zukunft statt in die Vergangenheit blickt: Sein BMW-Kollege Adrian van Hooydonk hat hier eine Studie enthüllt, die das Publikum auf die nächste Generation des Roadsters Z4 einstimmen soll.

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Infiniti zeigt mit dem Prototype 9, wie sich der noble Nissan-Ableger einen Rennwagen in der goldenen Ära der Silberpfeile vorgestellt hätte und beamt das Konzept mit einem 120 kW/148 PS starken und 170 km/h schnellen Elektroantrieb in die Zukunft. VW schickt zwischen millionenschweren Klassikern die Detroit-Studie ID Buzz zur Jungfernfahrt über den berühmten 17-Miles-Drive und verkündet die offizielle Serienfreigabe des E-Bullis, der ab 2022 auf den Markt kommen soll.

Dass die Hersteller solche Ankündigungen hier und nicht etwa vier Wochen später auf der IAA in Frankfurt machen, hat gleich mehrere Gründe. "Nirgendwo ist die Begeisterung für das Auto größer als hier", sagt VW-Chef Herbert Diess. "Und nirgendwo haben die Autonarren mehr Geld, das während des Events besonders locker sitzt", ergänzt Wolfgang Dürheimer. Der Chef von Bentley und Bugatti erzählt, dass sie ihm hier regelmäßig sogar seinen Dienstwagen vom Hotelparkplatz weg abkaufen.

Und außerdem will ausgerechnet hier in Kalifornien an diesem Wochenende niemand etwas wissen vom Abgasskandal, vom Kartellverdacht oder von all den anderen Themen, die der PS-Branche auf den klassischen Automessen mittlerweile die Stimmung verhageln.

Daneben gibt es hier Veranstaltungen wie "The Quail", wo das Ticket über 600 US-Dollar kostet. Die sind längst zur Autoshow im Smoking geworden, bei der sich die Luxusmarken zwischen historischen PS-Preziosen von der fantasievollen Seite zeigen und die hohe Kunst der Individualisierung demonstrieren. Aston Martin etwa macht aus dem ohnehin schon exklusiven Vanquish gemeinsam mit dem italienischen Karosseriebauer Zagato eine noch größere Seltenheit und zeigt einen Shooting Brake, den es nur 99 Mal geben wird sowie einen auf 28 Exemplare limitierten Speedster.

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