Freitag, 21. Juli 2017

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Die Kleinen rüsten sich fürs Gelände Zwerge auf Stelzen - die neuen SUV-Kleinwagen

SUVs in klein: Der Trend zu Gelände-Flitzern
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TMN / Peugeot

Die SUV-Welle erfasst das nächste Segment: Nach den Kompakten rüsten sich jetzt die Kleinwagen fürs Gelände. Jede Menge neuer Modelle beleben in dieser Saison das Geschäft.

Kleine SUV sind offenbar das nächste große Ding der Autobranche: Nachdem mittlerweile fast jeder Hersteller einen Geländewagen oder Crossover in der Kompaktklasse im Programm hat, stellen jetzt immer mehr Anbieter auch ihre Kleinwagen auf Stelzen.

Denn der Markt für solche Geländezwerge soll gewaltig wachsen: "Wir gehen davon aus, dass die SUV im B-Segment die sogenannten C-SUV bis zum Ende der Dekade überholen werden", sagt zum Beispiel Kia-Europachef Michael Cole und rechnet mit nahezu einer Verdopplung der Zulassungszahlen. Und weil von diesem Anstieg jeder profitieren will, gehen allein in dieser Saison ein halbes Dutzend neuer Modelle in den Großstadtdschungel.

Getragen wird dieser Trend von einem Wertewandel bei den Kleinwagen, sagt Automobilwirtschaftler Ferdinand Dudenhöffer: In den 1980er und 1990ern seien VW Polo oder Ford Börsen-Chart zeigen Fiesta in diesem Segment noch das Maß der Dinge gewesen, sagt der Professor an der Universität Duisburg-Essen. "Doch dann kam die Industrie auf den Trichter, dass klein nicht auch einfach und billig sein muss uns hat Nobelzwerge wie den Audi Börsen-Chart zeigen A1 oder kunterbunte Lifestyle-Flitzer wie den Fiat Börsen-Chart zeigen 500 und den Mini gebracht."

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Und jetzt gebe es mit dem SUV plötzlich die Kombination von Praktikabilität und Emotion: "Viel Platz auf kleinstem Raum auch fürs Sportgerät, schickes Design mit einem Hang zum Abenteuer", sagt Dudenhöffer "und dazu viele ältere Autokäufer, die es subjektiv sicherer und ergonomisch einfacher haben - schon hat man lauter Kleinwagen mit SUV-Styling."

Ganz vorne dabei: die Koreaner. Denn nahezu gleichzeitig bringen die Schwestermarken Hyundai Börsen-Chart zeigen und Kia im Herbst zwei kleine Geländewagen an den Start. Beide um die 4,20 Meter lang, teilen sie sich nicht nur die Plattform, sondern auch die Philosophie: Beide sind sie für koreanische Modelle ungewöhnlich expressiv gezeichnet. Und beide setzen auf sehr viele, sehr bunte Farbkombinationen und poppige Individualisierungen im Innenraum, so die Hersteller.

Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied: Während es Hyundai bei seinem Kona nach Angaben von Chairman Wonhee Lee ernst meint mit den Geländegenen und deshalb auch Varianten mit Allradantrieb anbietet, kommt der Kia Stonic laut Hersteller zunächst nur als Fronttriebler. Außerdem reicht die Motorpalette bei Hyundai bis 130 kW/177 PS, während Kia schon bei 88 kW/120 PS Schluss macht.

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